Seifenblase geplatzt

Herhof ist am Ende und damit sein Trockenstabilat zu Mertesdorf. Der Restmüll der Region muss in Zukunft also nach herkömmlichen Verfahren entsorgt werden, was wiederum die Gebühren nach oben treibt.

Herhof ist am Ende und damit sein Trockenstabilat zu Mertesdorf. Der Restmüll der Region muss in Zukunft also nach herkömmlichen Verfahren entsorgt werden, was wiederum die Gebühren nach oben treibt. Dieses Resultat hätte man schon früher haben können. Schon nach dem ersten Schwäche-Anfall von Herhof im Jahr 2003, dem ein monatelanger Baustopp folgte, wäre der Ausstieg aus angesagt gewesen. Doch beim Regionalen Zweckverband setzte man auf das Prinzip Hoffnung. Die Absage an das scheinbar so günstige Trockenstabilatverfahren wurde so lange hinausgezögert, bis das immer näher rückende Deponierungsverbot zum Handeln zwang. Nun werden auch die Verbraucher in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg drauflegen müssen. Noch offen ist, wie es in den anderen Kreisen der Region aussieht, denn dort wurden ohnehin schon höhere Gebühren erhoben. Allerdings sollte bei der Gebührenerhöhung auch die wahre Ursache genannt werden: Die Mehrkosten ergeben sich letztlich aus dem Deponierungsverbot – sie sind also politisch gewollt. Und der Traum, dies mit Hilfe des genialen Trockenstabilatverfahrens umgehen zu können, ist wie eine Seifenblase geplatzt. f.knopp@volksfreund.de