Sicherheit statt Risiko

Sicherheit statt Risiko

Der dritte Internationale Gefahrgutkongress fand gemeinsam mit dem Ärztekongress statt. Die Wichtigkeit der Themen wird regelmäßig durch spektakuläre Unfälle unterstrichen: Mangelhafte Ladungssicherung, übermüdete Fahrer oder defekte Fahrzeuge sorgen regelmäßig für Schlagzeilen.

Wittlich. (ako) Die Folgen sind oft verheerend, wenn Gefahrgut, zu dem auch medizinische Untersuchungsmaterialien, diagnostische Proben oder ansteckungsgefährliche Stoffe transportiert werden. Der vom Wittlicher Unternehmer Roman Elsen initiierte Kongress ging an zwei Tagen mit zahlreichen Fachreferaten inhaltlich in die Tiefe, zum Beispiel mit der Präsentation neuer EU-weiter Verpackungsvorschriften und der aktualisierten ADR-Richtlinien (Accord européen rélatif au transport international des marchandises dangereuses par route). Anschauliche Negativ-Fälle aus der Praxis polizeilicher Kontrolle kamen ebenso zur Sprache wie die speziellen Regelungen, die das Transportgewerbe in Luxemburg als wichtiges Transitland zu beachten hat. Elsen sieht den Kongress, der sich für die gesamte Branche deutschlandweit als renommierte Informationsveranstaltung etabliert habe und nun in zweijährigem Turnus in Wittlich stattfinden wird, zudem als eine besondere Form von Marketing für die Region Trier und Wittlich. Zahlreiche auf Logistik spezialisierte Betriebe und - etwa im Falle der Gesundheitsbranche - eine attraktive Zielklientel vor Ort bis in die nahen Ballungsräume hinein machten die Region zu einem ausgeprägt wettbewerbsfähigen Standort mit zentraler Lage.Wittlich ist Drehkreuz in Europa

"Wittlich ist Drehkreuz in Europa", betont Elsen. "Logistik meint viel mehr als das bloße Bewegen von Waren auf der Straße. Mit hoch technisierten Spezialfahrzeugen im Medizinalbereich können wir zum Beispiel Labors, Ärzten und Krankenhäusern eine umfassende Dienstleistung mit garantierter Gesetzeskonformität anbieten." Er kritisiert, dass diese Konformität in der gesamten Branche nicht immer selbstverständlich sei. "Es gibt, teils aus Unwissenheit, aber teils auch absichtlich, durchaus schwarze Schafe." Veranstaltungen wie der Gefahrgutkongress jedoch sensibilisieren die Unternehmen mit handfesten Informationen für die Problematiken, für die gesetzlichen Anforderungen und für Lösungsmöglichkeiten. www.gefahrgutkongress.de

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