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So liegen die Zahl der Arbeitslosen und offenen Stellen im Oktober.

Arbeitsmarkt : Regionaler Arbeitsmarkt weiter im Aufwärtstrend

Zwei Entwicklungen sind am Arbeitsmarkt der Region derzeit besonders deutlich: Die Herbstbelebung hält an, und der Arbeitsmarkt erholt sich nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie weiterhin.

Die Zahl der Menschen ohne Job in der Region sinkt weiter: Im Oktober sind mit 9630 Jobsuchenden genau 369 Menschen weniger auf der Suche nach Arbeit als noch im September. Im gleichen Maß ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen weiter gestiegen auf nun 5775.

„In der Stadt Trier und in allen vier Landkreisen unserer Region ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum letzten Jahr deutlich zurückgegangen“, freut sich Heribert Wilhelmi, Chef der Agentur für Arbeit in Trier. Die Arbeitslosenquote in der Region liegt aktuell bei 3,3 Prozent, minus 0,1 Punkte im Vergleich zum September und minus 0,7 Punkte im Vergleich zum Oktober vor einem Jahr.

Arbieitslosenquote: Die Zahlen für die Region Trier

Mit den Landkreisen Bernkastel-Wittlich (2,9 Prozent), Eifelkreis Bitburg-Prüm (2,4 Prozent) und Trier-Saarburg (2,6 Prozent) liegen sogar drei Kreise der Region unter der wichtigen Drei-Prozet-Marke für Vollbeschäftigung. Am höchsten fällt die Arbeitslosenquote in der Region mit 5,3 Prozent in der Stadt Trier aus. Aber auch hier ist im Vergleich zum Vorjahr eine enorme Verbesserung um 1,3 Prozentpunkte zu verzeichnen.

Die größte Herausforderung ist laur Wilhelmi „die Fachkräftesicherung in Verbindung mit der Transformation in Dgitalisierung am Arbeitsmarkt – vor allem für benachteiligte Gruppen. Immerhin werden für rund 80 Prozent der 5775 offenen Stellen in der Region Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung gesucht, aber nur 50 Prozent der Arbeitslosen verfügen auch darüber. Ein Dilemma, das veraltete Berufsausbildungen und unzureichende Qualifikationen gerade an Computer und Technik selbst bei gestandenenen Mitarbeitern hinzukommen. „Eine Hürde für viele, um die wir uns aktiv kümmern müssen, die Arbeitnehmer und Jobsuchenden aber auch“, sagt Stefanie Adam, operative Agentur-Chefin in Trier.

Ausbildungsmarkt in der Region Trier: Mehr als durchwachsene Bilanz

Derweil fällt die Bilanz auf dem Ausbildungsmarkt in der Region mehr als durchwachsen aus. Auch im zweiten Corona-Jahr sind Bewerber wie Ausbilder verunsichert. So wurden nicht nur weniger Ausbildungsstellen gemeldet (3855 Lehrstellen, minus 9,8 Prozent), sondern auch die Zahl der interessierten Schulabgänger fiel geringer aus (2654 Interessierte, minus 13,1 Prozent). 739 Lehrstellen blieben unbesetzt. „Der Rückgang an Stellen und Bewerbern ist jedoch nicht allein Folge der Pandemie“, ist Agenturchef Heribert Wilhelmi sicher.

Schon länger zeichne sich ein solcher Trend ab und habe sich durch die wirtschaftliche Entwicklung in der Pandemie verstärkt. So hat der demografische Wandel zu weniger Interessierten an der dualen Ausbildung geführt, gleichzeitig seien die Berufsprofile teils komplett verändert. „Das sehen wir vor allem im Handwerk, wo zwar noch viel mit den Händern im wahrsten Sinne des Wortes getan wird, wo aber etwa bei Schreinern der Computer und bei Dachdeckern die Drohne nicht mehr wegzudenken sind“, sagt Wilhelmi und ergänzt: „Dabei hat sich die betriebliche Ausbildung während der Krise als robuster erwiesen als erwartet.“