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"Sonnenvitamin" und "Milder Winter"

"Sonnenvitamin" und "Milder Winter"

GEROLSTEIN. (hw) Der Gerolsteiner Brunnen hat in den ersten sieben Monaten des Jahres mit rund vier Millionen Hektolitern und einem Umsatz von 115 Millionen Euro das Vorjahresniveau erreicht, blieb aber etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück. Gerolsteiner-Chef Jörg Croseck sagte, "dass wir uns mehr vorgenommen hatten".

Dennoch behauptet Gerolsteiner auch in 2005 seine Marktführerschaft in der Mineralwasserbranche. Mit einem Anteil von rund neun Prozent bleibt Gerolsteiner die führende Marke. Insgesamt setzt allen "Marken-Brunnen" der Preisdruck durch die Discounter zu. Und auch das Wetter spielte der Mineralwasserbranche mit - der Gesamtabsatz sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 0,5 Prozent. In Gerolstein ist der Marktführer dennoch optimistisch, dass man den richtigen Weg eingeschlagen hat. Der Pressesprecher der Gerolsteiner Getränkegruppe, Stefan Göbel, sagte dem TV: "Die 2003 gestartete Innovationsoffensive des Unternehmens hat unsere Position gestärkt." 12,3 Prozent des Umsatzes würden mittlerweile durch Produkte erzielt, die jünger sind als drei Jahre. Dazu zähle im Besonderen die Produktinnovation Gerolsteiner Fit, die seit April 2005 eine sehr erfolgreiche Markteinführung durchläuft. Weiterhin verzeichnen die Gerolsteiner Apfelschorle in der 0,75-Liter-PET-Flasche - seit Juni 2004 auf dem Markt - sowie Gerolsteiner Naturell (2003) eine positive Entwicklung. Nun sollen zwei neue Produkte folgen: "Im Oktober bringen wir die Saisonkonzepte ,Sonnenvitamin' und ,Milder Winter' auf den Markt", sagt Jörg Croseck. "Eine absolute Neuheit, denn ein Saisonkonzept in limitierter Auflage gab es in der Mineralwasserbranche noch nie." Weiterer maßgeblicher Bestandteil der Innovationsoffensive: Investitionen in neue Technologien und Anlagen. Für 2005 betragen diese rund 20 Millionen Euro. Die größte Position stellte mit 12,5 Millionen Euro eine neue Abfüllanlage dar, deren hochmoderne Technologie Gerolsteiner als eines der ersten deutschen Brunnenunternehmen einsetzt. Großen Ehrgeiz entwickelt Jörg Croseck auch beim Export. Bis 2010 sollen die Ausfuhren von jetzt vier Prozent auf zehn Prozent des Umsatzes steigen. Vor allem die Profi-Radsport-Mannschaft "Team Gerolsteiner" könnte im Ausland helfen, die Marke "Gerolsteiner" international noch bekannter zu machen.