1. Region
  2. Wirtschaft

Stahlhersteller bittet Aktionäre um Milliardenhilfe

Stahlhersteller bittet Aktionäre um Milliardenhilfe

Luxemburg. Der ungebremste Verfall der Stahlpreise hat dem weltgrößten Stahlhersteller ArcelorMittal im vergangenen Jahr einen Rekordverlust eingebrockt.


Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von fast acht Milliarden US-Dollar (rund 7,2 Milliarden Euro), teilte der Konzern in Luxemburg mit. Es ist der vierte Jahresverlust nacheinander und der höchste seit der Fusion der Stahlunternehmen Arcelor und Mittal im Jahr 2007. Der Konzern streicht nun die Dividende und bittet Aktionäre um frisches Geld. Drei Milliarden Dollar sollen am Aktienmarkt zusammenkommen. Zudem kündigte der Vorstand Einschnitte in Spanien und den USA an. In Deutschland, wo 9000 Mitarbeiter in Werken in Bremen, Eisenhüttenstadt, Duisburg und Hamburg beschäftigt sind, seien derzeit keine Kürzungen vorgesehen.
Endgültig geschlossen wird das seit 2011 stillstehende Stahlwerk im luxemburgischen Schifflingen. Seit Jahren kämpft die Stahlbranche mit Überkapazitäten und niedrigen Preisen - auch weil das kriselnde China massenhaft Stahl auf den Weltmarkt wirft. dpa/red