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Start ins Berufsleben unterstützen

Trier. In der Region hat fast die Hälfte der arbeitslosen jungen Erwachsenen im Alter von 25 bis 34 Jahren keinen Berufsabschluss, so neuere Auswertungen des DGB. Ihr Anteil bei den Arbeitslosen ist in einem Jahr um über sieben Prozent angewachsen.

Trier. Der DGB drängt auf eine gemeinsame Initiative von Arbeitsagenturen, Unternehmen und DGB in der Region, um ungelernte junge Erwachsene durch geeignete Aus- und Weiterbildung zu qualifizieren. DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Schmitz fordert: "Jungen Erwachsenen mit schwierigen Startbedingungen muss eine zweite Chance auf Qualifizierung und ein besserer Übergang in Ausbildung und Beruf ermöglicht werden, denn die jungen Menschen haben noch 30 bis 40 Jahre Arbeitsleben vor sich." Nach Analyse des DGB hatten von den Ungelernten im Alter von 25 bis 34 Jahren zuletzt 2840 einen sozialversicherungspflichtigen Job, und weitere 1086 waren im Jahr 2012 arbeitslos - 7,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Verlauf der Jahre 2007 bis 2011 hat sich der Anteil der Un- und Angelernten unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dieser Altersgruppe verringert. Fast 80 Prozent der Arbeitslosen zwischen 25 und 34 Jahren, die keinen Berufsabschluss haben, zählten nach DGB-Angaben in der Region zu den Hartz-IV-Empfängern.
Der DGB kritisiert zugleich, dass Hartz-IV-Empfänger in der Weiterbildung finanziell schlechter gestellt werden als Ein-Euro-Jobber. Wichtig sei dem DGB der Zusammenhang zum Fachkräftebedarf. Es gehe darum, Betriebe dazu zu bewegen, auch reiferen jungen Menschen eine berufliche Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen. red