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Startschuss für angehende Gesundheitspiloten

Startschuss für angehende Gesundheitspiloten

Sie werden in Zukunft als Botschafter für gesunde Ernährung und Fitness in ihren Ausbildungsbetrieben unterwegs sein: die erste Generation der sogenannten Gesundheitspiloten. In Workshops lernen Auszubildende, wie sie ihre Kollegen motivieren und Vorbild sein können. Bei der Auftaktveranstaltung gab es schon mal einen Vorgeschmack.

Trier. Träge im Bürostuhl sitzen, in der Mittagspause einen Cheeseburger und nach Feierabend gemütlich auf die Couch? Damit soll Schluss sein. Deshalb ist nun das neue Projekt der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier zusammen mit der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland gestartet. Sie schulen Auszubildende, so dass diese in ihren Betrieben zu Multiplikatoren für eine gesündere Lebensweise werden können.
Die Idee zu diesem neuen Projekt verdankt IHK-Fachkräftereferentin Martina Becker einem Obstkorb. Mehrere Kollegen kaufen auf ihre Initiative hin jede Woche reihum Äpfel, Bananen & Co. ein - was der Auszubildenden in ihrem Geschäftsbereich so gut gefiel, dass die Verknüpfung von Ausbildung und Gesundheit nun Schule machen soll. Schließlich steht der Firmennachwuchs noch am Anfang seines Berufslebens und kann das Thema so von Anfang an begleiten.
Das Rüstzeug dazu bekommen sie in den nächsten Monaten in zwei Workshops, die sich um Ernährung und Fitness drehen. In der Auftaktveranstaltung nannten die Auszubildenden auch schon Inhalte, die sie sich wünschen.
Zum Beispiel: Wie sitze ich richtig am Arbeitsplatz, wie kann ich meinen Körper kräftigen, welcher Ausgleichssport ist der richtige? Das Ziel sei, Symptome wie Kopfschmerzen und Verspannungen gar nicht erst entstehen zu lassen, erklärte AOK-Bewegungsberaterin Petra Stolzis.
Nach den Workshops setzen die Gesundheitspiloten, die auch ein Zertifikat erhalten, Projekte in ihren Unternehmen um. Das könnte beispielsweise eine Pause mit Fitnessübungen sein, ein Gesundheitstag, ein gesundes Frühstück oder ein Leitfaden zur Rückengesundheit.
Schließlich sollen die Azubis nicht nur Multiplikatoren sein, sondern auch mit gutem Beispiel - und gutem Geschmack - vorangehen. red