Steuereinnahmen steigen - hohe Subventionen

Steuereinnahmen steigen - hohe Subventionen

Berlin (dpa) Nach einem leichten Dämpfer im Juni sind die Steuereinnahmen des Staates im Juli wieder kräftig gestiegen. Wie aus dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums vom Montag hervorgeht, legten sie um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonats zu (ohne Gemeindesteuern).


Die Steuereinnahmen waren im Juni erstmals seit Monaten wieder gesunken. Ursachen für den Rückgang um 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich waren vor allem die Milliarden-Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer an Energiekonzerne sowie ein starkes Minus bei der Erbschaftsteuer und der Besteuerung von Dividendenausschüttungen der Unternehmen.
Von Januar bis einschließlich Juli betrugen die Einnahmen des Bundeshaushalts den Angaben zufolge insgesamt 183,7 Milliarden Euro. Sie überschritten das entsprechende Vorjahresniveau um 1,4 Prozent beziehungsweise um 2,5 Milliarden Euro. Die Steuereinnahmen, die den größten Anteil an den Gesamteinnahmen ausmachen, erhöhten sich um 4,5 Prozent.
Derweil ist in der großen Koalition von Union und SPD die Summe staatlicher Vergünstigungen (Subventionen) für Wirtschaft und Verbraucher seit 2013 um fast fünf Milliarden Euro gestiegen. So gebe es sechs neue Steuervergünstigungen und elf neue Finanzhilfen, etwa für den Kauf von Elektro-Autos, die Optimierung von Pumpen und Heizungen sowie mehr Einbruchsschutz, berichtete die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Subventionsbericht, den das Bundeskabinett am Mittwoch verabschieden will. Danach zahlt der Bund jedes Jahr mehr als 25 Milliarden Euro an Subventionen.