Streikwelle rollt

Die Streikwelle rollt durch die Region. Gestern legten rund 250 Mitarbeiter der Firma Volvo in Konz die Arbeit bei einem Warnstreik nieder. Auch die Telekombeschäftigten in der Region Trier stellen sich auf einen Arbeitskampf ein.

Trier. (hw) Die Beschäftigten der Frühschicht der Firma Volvo in Konz waren gestern die ersten in der Region, die dem Aufruf der IG Metall folgtenund sich an den bundesweiten Warnstreiks beteiligten. 250 Beschäftigte legten für eine Stunde die Arbeit nieder und unterstützten die Forderung der IG Metall für eine 6,5 prozentige Einkommenserhöhung. "Plus ist muss!", skandierten die Streikenden in Konz. Heute werden Beschäftigte von GKN Driveline im Hafen Trier für eine Stunde die Arbeit niederlegen und gemeinsam mit Mitarbeitern des Trierer Stahlwerks demonstrieren. Die Stahlwerker wollen 24 Stunden lang, über drei Schichten, für ihre Forderung nach Lohnerhöhungen und einem Anerkennungstarifvertrag protestieren.Der Konflikt um den Umbau der Deutschen Telekom hat sich vor der heutigen Hauptversammlung des Konzerns weiter verschärft. Die Gewerkschaft Verdi lehnte ein bis Mittwoch befristetes Tarifangebot ab und kündigte eine Ausweitung der Warnstreiks an. Der Konzern will nun die Auslagerung von rund 50 000 Mitarbeitern in drei Gesellschaften unter dem Dachnamen T-Service im Alleingang vorantreiben.Manfred Fritschen aus Trier (Verdi) sieht die Zeichen auf Sturm stehen: "Das Angebot der Telekom bedeutet insgesamt eine Einkommensreduzierung von über 40 Prozent." Darin sei die stufenweise, neunprozentige Gehaltskürzung eingerechnet und eine Umrechnung der längeren Arbeitszeit, erklärt der Verdi-Sprecher. "Dieses Unternehmen will uns Tarifverträge mit einem Stundenlohn von 7,05 Euro aufzwingen", sagte Fritschen. Zudem kämen auf die Beschäftigen weitere Härten zu. Verdi kündigte zur Telekom-Hauptversammlung heute in Köln eine Protestaktion an. Rund 300 Telekom-Mitarbeiter sollen bei dem Aktionsärstreffen gegen die Pläne demonstrieren.

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