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Streit um Triers Bahnanbindung kocht erneut hoch

Streit um Triers Bahnanbindung kocht erneut hoch

Der Streit um die Streichung der Fernzüge von und nach Trier geht weiter. Die CDU wirft der Landesregierung Unvermögen vor, das Land kritisiert die CDU, sie verbreite Falschmeldungen.

Trier/Mainz. Fahren Ende des Jahres noch weiter die beiden Intercity-Züge (IC) von und nach Trier - oder werden sie, wie von der Bahn geplant, gestrichen? Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums sind die Verhandlungen mit der Bahn darüber noch nicht zu Ende. Man warte noch auf ein entsprechendes Angebot, teilte ein Ministeriumssprecher gestern mit. Er reagierte damit auf neuerliche Kritik der Landes-CDU: Deren Generalsekretär Patrick Schnieder warf der Landesregierung "geballtes Unvermögen" vor, weil sie die Verhandlungen über die Integration des Fernverkehrs in den Nahverkehr abgebrochen habe.
Hintergrund: Die Bahn verlangt Geld vom Land, um die IC-Verbindungen zu erhalten. Dann könnten die Fernzüge auch mit Nahverkehrstickets benutzt werden.
"Diese rot-grüne Landesregierung ist Gift für Rheinland-Pfalz", ereifern sich der Trierer CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster und sein Kollege Peter Bleser. Mit dem Segen der Ministerpräsidentin werde die Region abgekoppelt und "endgültig aufs Abstellgleis geschoben". Das Land wehrt sich: Die Darstellung der CDU sei falsch. Bislang habe die Bahn dem Land aber noch kein wirtschaftliches Angebot zur Integration vom Fern- in den Nahverkehr vorgelegt, so der Sprecher.