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Styropor darf wieder entsorgt werden wie früher

Styropor darf wieder entsorgt werden wie früher

Die Bundesländer haben sich im Streit um die Entsorgung von Styropor, das mit Flammschutzmitteln behandelt ist, am Freitag im Bundesrat auf einen Kompromiss geeinigt: Für ein Jahr lang wird man zu den ursprünglichen Entsorgungsregeln zurückkehren. In der Region Trier wurden keine größeren Probleme bekannt, bundesweit kam es bei Handwerksbetrieben jedoch zu großen Entsorgungsproblemen, nachdem das Material im September als "gefährlicher Abfall" deklariert worden war.


Denn Einsammler und Annahmestellen der Kommunen verweigerten daraufhin stellenweise die Annahme des Dämmstoffs, der in vielen Hauswänden oder Flachdächern verbaut ist. Auch manche Verbrennungsanlage wollte das Styropor nicht mehr haben. Ende Oktober hatte ein Erlass des Mainzer Umweltministeriums die Lage in Rheinland-Pfalz entspannt: "Gemischte Baustellenabfälle" durften wieder als ungefährliche Abfälle entsorgt werden, wenn sie nicht mehr als 0,5 Kubikmeter der Dämmstoffe enthalten.
Das Land hatte sich nun auch für eine bundesweit einheitliche Lösung eingesetzt. "Das ist ein tragbarer Kompromiss. So können wir eine sichere, umweltgerechte, bundeseinheitliche Lösung finden", sagt Umweltministerin Ulrike Höfken.
Laut CDU/CSU- Bundestagsfraktion ist der Beschluss "ein erster, überfälliger Schritt". Handwerksbetriebe hätten aber ein Recht darauf, schnell einen langfristig tragbaren Entsorgungsweg für die Dämmplatten eröffnet zu bekommen. Mos