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Täglich ein anderes Bier, 15 Jahre lang

Täglich ein anderes Bier, 15 Jahre lang

Die Deutschen sind ein Volk der Biertrinker. Und weil das so ist, gibt es immer mehr Biersorten und immer mehr Brauereien in Deutschland. Laut Brauer-Bund war 2014 diesbezüglich sogar ein Rekordjahr.

Berlin. Rund 1400 Brauereien hat der Branchenverband inzwischen gelistet, so viele wie noch nie. Das passt zum Trend: Denn im vergangenen Jahr stieg erstmals seit acht Jahren auch wieder der Bierabsatz an - 106,9 Liter flossen durchschnittlich durch jede Kehle. Der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien sei Dank.
"Wir erleben zurzeit eine Renaissance des Brauens und des Bieres", so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, zu unserer Zeitung. In den Großstädten, aber auch auf dem Land entstünden immer mehr Brauereien, die die Biervielfalt hierzulande bereicherten. Während in anderen europäischen Ländern die Zahl der Braustätten rückläufig ist, nimmt demnach in Deutschland die Zahl schon seit zwei Jahrzehnten kontinuierlich zu. Waren es im Jahr 1993 noch 1319 betriebene Brauereien, wurden 2013 genau 1349 Braustätten gezählt. "Im letzten Jahr sind weitere neue Brauereien hinzugekommen", so Eichele. Die Gesamtzahl liege nun bei rund 1400. Aber auch bei den Biersorten tut sich einiges. "Der deutsche Biermarkt wird immer vielfältiger und legt an Dynamik zu. Jede Woche kommt mindestens ein neues Bier auf den Markt", sagt Eichele. Der Brauer-Bund schätzt, dass es allein in Deutschland zurzeit zwischen 5500 und 6000 verschiedene Biermarken gibt, wobei die Biersorte Pils mit aktuell über 50 Prozent Marktanteil bei den Verbrauchern weiterhin unangefochten auf Platz eins steht. Es folgen Export- und Weizenbier. Immer beliebter wird zudem auch alkoholfreies Bier. Laut Brauer-Bund können deutsche Biertrinker rein rechnerisch mehr als 15 Jahre lang jeden Tag ein anderes Bier probieren - und müssten dabei keines zweimal kosten.
Eine der Regionen mit der stärksten Steigerung war in den letzten Jahren Berlin/Brandenburg. Ein Hauptgrund hierfür sei die wachsende "Craftbeer-Szene" in der Hauptstadtregion. Also des handwerklich gebrauten Bieres in kleinen Mengen.