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Tectro-Verkauf steht bevor

Tectro-Verkauf steht bevor

SAARBURG. Der Sanierungsplan beim Saarburger Kunststoffunternehmen Tectro zeigt Erfolg. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Franz J. Abel soll das Unternehmen deshalb nun auch kurzfristig verkauft werden.

Beim insolventen Saarburger Zulieferbetrieb Tectro schlägt der Sanierungskurs von Insolvenzanwalt Abel an. "Bei den meisten Kunden sind wir wegen unserer Qualität und Lieferzuverlässigkeit wieder als ,A-Lieferanten‘ eingestuft worden", sagte gestern der kaufmännische Leiter Dirk Hubertus. Gemeinsam mit dem technischen Leiter Thomas Straube hat er im Auftrag von Insolvenzverwalter Abel die Tectro wieder auf Kurs gebracht. Immerhin musste das Unternehmen rund 4,5 Millionen Euro einsparen, um im Jahresverlauf keine Verluste zu machen. Erreicht wurde dies durch den Abbau von rund 50 Stellen (der TV berichtete), die Neuorganisation aller Arbeitsabläufe und Preiserhöhungen, die die Hauptkunden mitgetragen haben, erklärt Straube. Für den Betriebsrats-Vorsitzenden Horst Molitor ist das Unternehmen wieder auf einem guten Weg: "Die Kunden tragen unser Sanierungskonzept mit, und in der Belegschaft ist die Stimmung gut." Für Insolvenzverwalter Abel beginnt nun die heiße Verkaufsphase. "Es gibt insgesamt fünf Interessenten aus dem In- und Ausland, die Einblick in das Sanierungskonzept und den Businessplan erhalten haben. Wir werden kurzfristig prüfen, wer als Käufer infrage kommt", sagt Abel. Dabei gehe es ihm nicht nur um die reine "Kaufsumme". "Es ist schon unsere Absicht, dass das Unternehmen hier in der Region auch eine Zukunft hat", sagt Insolvenzverwalter Abel. Die Firma Tectro beschäftigt in Saarburg noch 150 Mitarbeiter. Der Betrieb stellt als Zulieferunternehmen Teile für die Auto- und Elektroindustrie her.