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Telekom schließt Service-Standort in Trier - 50 Beschäftigte betroffen

Telekom schließt Service-Standort in Trier - 50 Beschäftigte betroffen

Bei den Verhandlungen um Standortschließungen beim Telekom-Technikservice (DTTS) hat die Gewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben einen Teilerfolg erzielen können. Für die 50 Beschäftigten in Trier ist das jedoch nur ein schwacher Trost. Ihre Niederlassung wird geschlossen.

Nach Protesten der Belegschaft und Verhandlungen von Verdi mit dem Arbeitgeber wird die DTTS künftig statt geplanter 18 nunmehr 30 Standorte haben. Diese seien laut Verdi bis mindestens 31. Dezember 2021 gesichert. Entgegen der ursprünglichen Planung soll in Rheinland-Pfalz der Standort Bad Kreuznach erhalten werden. Gleichzeitig wurden die Standortschließungen zeitlich deutlich gestreckt. Darauf haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und die DTTS verständigt.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nannte das Verhandlungsergebnis enttäuschend. Denn für rund 50 Beschäftigte in Trier und Arbeitnehmer in Kaiserslautern und Mainz gibt es an ihren Standorten keine Zukunft mehr. Einzelheiten stehen noch nicht fest.

"Trotz unterschiedlicher Auffassungen über die Notwendigkeit eines Standortkonzepts ist es gelungen, die nachteiligen Folgen für die Beschäftigten deutlich zu reduzieren. Dennoch hält Verdi das Standortkonzept für falsch", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Dienstag.

Neben dem langfristigen Erhalt von 30 DTTS-Standorten - der Arbeitgeber hatte lediglich 18 vorgesehen - werden die geplanten Schließungen von Ende 2017 bis Ende 2019 gestreckt. 140 betroffene Beschäftigte könnten bei Bedarf in die Kundenservicesparte DTKS, mindestens 300 Betroffene in den Außendienst oder auf weitere noch festzulegende Alternativarbeitsplätze im Telekom Konzern oder auf Antrag an andere Standorte wechseln. Gleichzeitig würden die vorhandenen Jahreszielentgelte dauerhaft abgesichert sowie Fahrtmehrkosten, zeitlicher Mehraufwand und Umzugshilfen deutlich aufgestockt. Insgesamt können darauf bis zu 4000 Beschäftigte zurückgreifen.

Bei der DTTS arbeiten bundesweit rund 19 000 Beschäftigte. Von der Standortreduktion von 153 auf nunmehr 30 Orte sind direkt und indirekt bis zu 10 000 Mitarbeiter im Innendienst betroffen