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Trier: Die Pax-Bank-Filiale bleibt mit verändertem Konzept in der Weberbach präsent

Bankwesen : Keine Schließung, aber Veränderungen: Pax bleibt in der Bischofsstadt

Macht die nächste Bankfiliale in Trier dicht? Nach der Schließung der Postbank am Hauptbahnhof hatte es Gerüchte über die Zukunft der Pax-Bank gegeben.

Vergleicht man die Bilanzsummen, dann ist die Pax-Bank im Verhältnis zur Sparkasse Trier ein eher kleiner Mitbewerber. Dafür hat die genossenschaftlich organisierte Pax-Bank mit Hauptsitz in Köln (siehe Info) jedoch eine Repräsentanz in Rom in Sichtweite des Petersdoms.

Mag die Bank nach eigenem Bekunden eine christlich-nachhaltige Sozialbank sein, sie hat genauso wie die öffentlich-rechtliche Sparkasse oder die Postbank aus der den Folgen der Coronapandemie Konsequenzen gezogen. Die Sparkasse konzentriert ihre Bemühungen in der Theodor-Heuss-Allee und die Postbank hat ihren Standort am Hauptbahnhof aufgeben. Trotz anderslautender Gerüchte hält die Pax-Bank zwar an ihrem Standort in der Weberbach fest. Doch es hat intern Veränderungen gegeben.

Was sich bei der Pax-Bank Trier geändert hat

„Ein Schwerpunkt der Filiale Trier bleibt das persönliche Beratungsgespräch“, sagt Pax-Bank-Sprecher Alfred Krott. Was es in Trier nicht mehr gibt, ist das klassische Schaltergeschäft. Bereits 2018 hatte es in der Filiale Trier größere Umbauten gegeben. Die hätten laut Pressesprecher Krott das Kassengeschäft weitgehend automatisiert. Dazu war unter anderem ein sogenannter Cash-Recyclers eingebaut worden. Dieser Kassenautomat erlaubt es, Geld einzuzahlen. „Für weitere Umbaumaßnahmen in Trier gibt es aktuell keine konkreten Pläne. Die Filiale ist und bleibt für Beratungsgespräche weiterhin geöffnet.“

Wer kann Kunde bei der Pax-Bank werden?

Beraten und betreut werden übrigens nicht nur Geistliche oder kirchliche Institutionen. Kunde kann jeder werden, dem „die christlich-nachhaltigen Werte auch im Bankgeschäft wichtig sind“.

Das Kassengeschäft wurde bereits vor rund anderthalb Jahren eingestellt. „Mit diesen Änderungen haben wir einen sehr gut ausgelegten Telefonservice eingerichtet, der es unseren Kunden erlaubt, einfach und schnell Bankgeschäfte per Telefon zu erledigen.“

Weniger auskunftsfreudig ist die Bank, wenn es um Auskünfte über die Zahl der Kunden geht. Das sah vor ein paar Jahren noch anders aus. 2017 waren es laut damals genannter Zahl 5300 Privatkunden, die von der Trierer Filiale betreut werden. Hinzu kamen damals etwa 1000 institutionelle Kunden, wie das Bistum Trier, die Caritas, Krankenhäuser oder Pflegeheime. Die Entwicklung der Pax Bank begann in Trier in der Weberbach 1980 mit drei Mitarbeitern. Nach zwei Umbauten und Erweiterungen 1984 und 1990 entschloss man sich 1997 zum Neubau und den Umzug in die Weberbach 65, damals noch mit sechs Mitarbeitern.