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"Trier Plus" plant auf Jahre

TRIER. (sey) Das Verwirrspiel um den Trier-Bitburger Fernseh-Kabelkanal "Trier Plus" dauert an. Die bei der Lizenzvergabe unterlegene Firma Mekom kündigte gestern an, bis zu einer rechtskräftigen Gerichtsentscheidung weiterzusenden. Bis dahin könnten Jahre vergehen.

Eigentlich ist "Radio in Trier"-Chef Sven Herzog ab nächstem Samstag Besitzer einer auf zehn Jahre ausgestellten Fernsehlizenz. Das hat vergangene Woche jedenfalls die für die Lizenzvergabe zuständige Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) entschieden und damit Herzog den Vorzug gegeben vor dem jetzigen "Trier Plus"-Betreiber Mekom ( TV vom 21. Dezember). Weil aber Mekom gegen die LPR-Entscheidung Klage eingereicht hat, darf die Firma vorerst weitersenden - mit Duldung der Ludwigshafener Landeszentrale. Laut Mekom-Geschäftsführerin Irene Müller (36) können bis zu einer endgültigen gerichtlichen Klärung Jahre vergehen - und bis dahin sende "Trier Plus" weiter. Mehr noch: Anfang Januar werde sich eine "im Medienbereich tätige luxemburgische Aktiengesellschaft" an Mekom beteiligen. Mekom-Konkurrent Sven Herzog (36) sieht die Aktivitäten der Gegenseite gelassen. Das von ihm angeführte Konsortium habe bereits eine Geschäftsführerin für den neuen Sender eingestellt, weitere Mitarbeiter würden gesucht, und die technische Ausstattung sei bestellt. "Wir gehen nach wie vor davon aus, das wir ab Mitte des Jahres auf Sendung gehen", sagte Herzog unserer Zeitung. Bei der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter war am Montag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.