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Trierer Tabakhersteller investiert 22,5 Millionen ins Werk

Industrie : 22,5 Millionen Euro! JTI investiert am Standort Trier

22,5 Millionen Euro lässt sich JTI den Ausbau seines Werkes in Trier kosten. Eine neue 22 Meter hohe Halle und besondere Anlagen stärken den Produktionsstandort innerhalb des Konzerns.

Von außen konnten Neugierige den Fortschritt bei der jüngsten Maßnahme von Japan Tobacco International (JTI) beobachten. Einer der größten privaten Arbeitgeber in der Region investiert kräftig in Trier. Für Werksleiter Peter Kilburg ein klares Bekenntnis in den Standort.

Der zweistellige Millionen-Betrag ist in die Erweiterung und Modernisierung einer Produktionsanlage geflossen, die es so nur zwei Mal innerhalb JTIs Lieferkette gibt, sowie die damit verbundene Errichtung einer neuen Fertigungshalle.

Die Bauarbeiten an der rund 22 Meter hohen Halle wurden im August vergangenen Jahres aufgenommen. Trotz erschwerter Bedingungen durch das Coronavirus startet die Produktion wie geplant noch in diesem Monat, teilt das Unternehmen mit. Für die Konzeption und Umsetzung des Projekts hat JTI vor allem auf regionale Unternehmen und Handwerker gesetzt. „Wir sind allen beteiligten Unternehmen für ihren großartigen Einsatz und ihre Flexibilität in diesen schwierigen Zeiten sehr dankbar, so dass das Bauprojekt nach Plan verlaufen ist“, sagt Werksleiter Peter Kilburg.

„Unser Werk in Trier hat im JTI-Konzern einen besonderen Stellenwert. Wir sind eines von nur zwei Werken, in denen alle Produktionsschritte abgebildet werden – von der Rohtabaklagerung über die Aufbereitung und Verarbeitung des Tabaks bis zum fertigen Produkt,“ sagt Werksleiter Kilburg. „Die Investition in zweistelliger Millionenhöhe stärkt die strategische Bedeutung des Trierer Werks innerhalb der globalen Lieferkette von JTI – sie ist ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort Trier,“ erklärt Kilburg. Weitere Investitionen in den Standort seien auch für die kommenden Jahre geplant.

Bereits 2001 hatte JTI 30 Millionen Euro in den Aufbau der Anlage investiert, die jetzt vergrößert wurde. Ein Großteil der dort hergestellten Halbfertigwaren ist für den Export in andere Länder bestimmt, wo sie weiterverarbeitet werden.

Schon 2015 hatte JTI massiv in seinen Standort investiert: 31 Millionen Euro flossen in ein hochmodernes Hochregallager: mit einer Höhe von 32 Metern und 1000 Quadratmetern das weltweit größte automatisierte Rohtabaklager.

Mit rund 1800 Mitarbeitern – im Werk und dem benachbarten Forschungs- und Entwicklungszentrum – ist JTI einer der wichtigsten und größten privaten Arbeitgeber in der Region Trier. Insgesamt arbeiten bei Japan Tobacco International deutschlandweit 2200 Mitarbeiter in Köln und Trier.  Der Konzern hat einen Anteil von rund acht Prozent am deutschen Tabakmarkt. Von den in Trier hergestellten Fertigwaren, Zigaretten und Feinschnitt, gehen rund 85 Prozent in den Export.