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Trump lässt Freihandel untersuchen

Trump lässt Freihandel untersuchen

Washington (dpa) US-Präsident Donald Trump riskiert einen massiven Handelsstreit mit wichtigen Wirtschaftspartnern wie China und Deutschland. Angesichts des hohen US-Handelsdefizits lässt Trump sämtliche Handelsbeziehungen zu anderen Ländern überprüfen.

Die US-Regierung will außerdem Dumping-Vorwürfe untersuchen lassen, etwa gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten. Dazu unterzeichnete Trump in Washington zwei entsprechende Dekrete.
Trump wirft Deutschland, China und anderen Ländern bereits seit längerem unfaire Handelspraktiken zulasten der USA vor. Untersucht werden sollen nun etwaige Verletzungen von Handelsverträgen. Handelsminister Wilbur Ross sprach von einem "neuen Kapitel" in den Handelsbeziehungen der USA.
Das Handelsdefizit der USA war im vergangenen Jahr noch einmal gestiegen, und zwar auf 481 Milliarden Dollar. Das bedeutet, dass die USA deutlich mehr Waren importieren als sie in andere Länder exportieren. Um dies zu finanzieren, sind die USA auf einen stetigen Zustrom von Kapital aus dem Ausland angewiesen. Die USA nehmen für sich in Anspruch, dass sie im Vergleich zu anderen Ländern geringe Hürden für Einfuhren hätten.
Die Ankündigung kommt nur wenige Tage vor dem ersten Treffen Trumps mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Das Thema Handel wird eines der wichtigen Gesprächsthemen sein.