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Umfrage für die Tarifrunde

Trier : Was sich IG-Metall-Mitglieder erhoffen

(red) Die IG Metall in der Region Trier hat für die bevorstehende Tarifrunde ihre Mitglieder befragt, welche Forderungen sie für sinnvoll erachten. „Die Befragungsergebnisse untermauern, dass wir mit unserer Tarifforderung richtigliegen,“ zieht Christian Schmitz, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Trier, ein positives Resümee nach Auswertung der Daten.

„In der anstehenden Tarifrunde stellen wir damit die Themen nach vorne, die an der Basis vor Ort besonders intensiv diskutiert werden.“ Große Zustimmung finde die Absenkung von Arbeitszeiten, um Beschäftigung zu sichern. Dabei ist, etwa bei Kurzarbeit, auch der finanzielle Ausgleich von Bedeutung. Schon jetzt habe der noch junge Vorschlag einer Vier-Tage-Woche mit teilweisem Entgeltausgleich in der Region hohe Zustimmungswerte. „67,6 Prozent  der Befragten sehen in ihr ein wichtiges Instrument der Beschäftigungs- und Zukunftssicherung“, so Schmitz.

Unter den Befragten im Bereich der IG Metall Trier gebe es eine hohe Zustimmung für Zukunftstarifverträge mit Investitions-, Produkt- und Standortzusagen und zwar über alle Beschäftigtengruppen hinweg. Für 91,9 Prozent seien solche Zukunftstarifverträge „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Genauso groß sei die Zustimmung für die Forderung nach Zukunftssicherung durch Qualifizierung, wofür sich ebenfalls 91,9 Prozent aussprechen.

„Die Beschäftigten wissen: Qualifizierung ist ein zentrales Instrument zur Beschäftigungssicherung in der Transformation“, so Christian Schmitz. Die Ergebnisse zeigen seiner Meinung nach deutlich: „Eine Entgelterhöhung spielt eine wichtige Rolle. Für durchschnittlich 80,3 Prozent der Befragten ist dieses Ziel „sehr wichtig“ oder „wichtig“ – zumal damit Einkommen gestärkt, aber auch Beschäftigungssicherung finanziert wird.“

Angesichts der Pandemie und der damit einhergehenden Wirtschaftskrise seien viele Mitglieder  stark verunsichert. Diese Verunsicherung werde durch die mangelhafte Informationspolitik vieler Arbeitgeber noch verstärkt, so Schmitz: „Nur 36,1 Prozent der Beschäftigten in unserer Region fühlen sich hinreichend über die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsaussichten ihres Betriebs informiert. Erst recht vermissen sie eine langfristige strategische Ausrichtung.“ Trotz aller Sorge und Verunsicherung zeigten sich die Beschäftigten handlungsbereit: 70,7 Prozent der Beschäftigten sind davon überzeugt, betriebliche Herausforderungen solidarisch meistern zu können. Groß sei auch die Bereitschaft, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Nachbarbetriebe für die Zukunft der ganzen Region zu kämpfen. Angesichts der historischen Krise fordern sie aber auch Hilfe von der Politik. 82,8 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass das wirtschaftliche Überleben der Betriebe durch finanzielle Unterstützung und Konjunkturhilfen ermöglicht werden muss.

„Die Ergebnisse zeigen: Die Beschäftigten sind sich der Tiefe der Rezession und der Wucht des Wandels bewusst. Sie brauchen Sicherheit in Zeiten des Umbruchs, sie fordern Perspektiven für die Arbeitswelt von morgen“, so das Fazit von Christian Schmitz.

Bundesweit nahmen 250 000 IG-Metall-Mitglieder an der Befragung teil.