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Umgang mit Zahlen und Menschen

Umgang mit Zahlen und Menschen

Das Klischee vom typischen Beamtenarbeitsplatz ist längst überholt, wirbt die Finanzverwaltung für Nachwuchs. Allein in der Region - bei den Finanzämtern Trier, Bitburg-Prüm, Daun und Bernkastel-Wittlich gibt es für das kommende Jahr 30 Ausbildungsstellen für den gehobenen und bis zu 15 für den mittleren Dienst.

Trier. Lisa Van Volxem (21) und Peter Lauer (20) haben Spaß an ihrer Arbeit. Die beiden jungen Menschen sind derzeit beim Finanzamt Trier in der Ausbildung für den gehobenen Dienst und haben schon die ersten Ausbildungsjahre hinter sich. Mit diesen Erfahrungen gestehen beide: "Das ist für uns ein Traumjob." Die Finanzämter sind eine der größten Ausbildungsstätten in der Region.

Die Einstellungskampagne für das Jahr 2010 ist bereits so gut wie abgeschlossen. Aber auch für 2011 bieten die rheinland-pfälzischen Finanzämter insgesamt 250 Studien- und Ausbildungsplätze in der Steuerverwaltung an, davon 150 im gehobenen Dienst und 100 im mittleren Dienst. In der Region Trier werden für 2011 rund 30 Auszubildende für den gehobenen Dienst gesucht und weitere zehn bis 15 für die Laufbahn im mittleren Dienst.

Im Rahmen ihrer dreijährigen Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden im gehobenem Dienst ein Studium zum Diplomfinanzwirt an der Fachhochschule für Finanzen im pfälzischen Edenkoben durchlaufen haben. "Das macht die Sache so interessant. Das, was man auf der Hochschule lernt, kann man gleich im Beruf umsetzen", erklärt Lisa Van Volxem. Die junge Frau ist im zweiten Ausbildungsjahr. Gleich nach dem Abi (Leistungskurse Mathe/Englisch/Sozialkunde) hat sie sich um ein duales Studium bemüht, und nach einem Praktikum beim Finanzamt war ihr klar: "Das ist für mich sehr interessant." Vor allem findet sie große Abwechslung interessant: "Es gibt so viele unterschiedliche Aspekte und die Möglichkeit sich für verschieden Schwerpunkt zu entscheiden", meint die Auszubildende.

Auch ihr Kollege Peter Lauer sieht das ähnlich. "Der Beruf ist ungeheuer vielfältig." Mit den Leistungskursen Mathe, Chemie und Erdkunde lag sein Ausbildungswunsch auch im dualen Studium. "Ich hatte die Wahl zwischen einem technischen Studium oder dem Verwaltungszweig beim Finanzamt. Für mich hat auch die Sicherheit eine Rolle gespielt", erklärt Lauer. Die Chancen, beim Finanzamt nach der Ausbildungsphase eine Stelle zu finden, sind bestens.

Das Studium wird regelmäßig durch berufspraktische Ausbildungsabschnitte in den Finanzämtern unterbrochen (21 Monate Fachhochschule und 15 Monate berufspraktische Studienzeiten). Auch für Schulabgänger mit mittlerer Reife bietet die Finanzverwaltung Arbeitsplätze im mittleren Dienst. "Die Bewerber sollten ein gutes Zwischenzeugnis vorlegen können und vor allem in Deutsch und Mathematik befriedigende Noten erreicht haben", sagt Jost Löns, Pressesprecher beim Finanzamt Trier. Die zweijährige Ausbildung schließen sie mit der Prüfung zum Finanzwirt ab. Auch dieser Ausbildungsgang beinhaltet Zeiten des fachtheoretischen Unterrichts an der Landesfinanzschule in Edenkoben (acht Monate) sowie Phasen der berufspraktischen Ausbildung im Finanzamt vor Ort (16 Monate). Beide Ausbildungsgänge werden mit einer Prüfung abgeschlossen.

Extra Mittlerer Dienst: Ausbildungsdauer zwei Jahre; Einstellungstermin 1. Oktober; Schulabschluss: mittlere Reife oder vergleichbarer Abschluss. Besoldung: rund 860 Euro netto im Monat. Gehobener Dienst: Studium und praktische Ausbildung über drei Jahre; Schulabschluss: allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife; Besoldung rund 900 Euro netto im Monat. "Schnuppertag" ist in den Finanzämtern Trier und Bernkastel-Wittlich am 29. Juni und in den Finanzämtern Daun und Bitburg-Prüm am 1. Juli. Infos: Ausbildungsteam des Finanzamtes, Therese Quigley, Telefon 0651/9360/34054 oder , Claudia Vollmer, Telefon 0651/9360/34100 und unter www.finanzamt-trier.de