Umweltmesse Öko 2018: „Kommt zu uns ins Handwerk“

Handwerk : „Kommt zu uns ins Handwerk“

Schönster Sonnenschein und bittere Kälte: Die äußeren Bedingungen konnten nicht besser sein für die 18. Auflage der Öko.

Mit einer Rekordbeteiligung ist am Freitagnachmittag die Öko 2018 gestartet. Die Umweltmesse der Handwerkskammer Trier hat sich in den vergangenen Jahren zur wichtigsten Ausstellung in der Großregion rund um ökologisches Bauen und Sanieren gemausert. „Noch größer und vielfältiger als in den Jahren zuvor“, freut sich deshalb Handwerkspräsident Rudi Müller. 150 Aussteller, die meisten aus der Region, präsentieren im Messepark Trier ihre Leistungsfähigkeit. Zum ersten Mal wurden neben den bestehenden Hallen drei Zelte aufgebaut und so die Ausstellungsfläche auf 6000 Quadratmeter erhöht.

„Wir sind erstaunt über den guten Besuch schon zu Beginn der Messe“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Axel Bettendorf, am Freitagnachmittag. Viele Interessierte bestaunen schon die „offene Baustelle“ der Stukkateur-Innung. Dort können sich Besucher über das spezielle Angebot der Handwerksfirmen informieren, und gleichzeitig möchte die Innung auch Nachwuchswerbung betreiben. Auch bei der Firma Eugen Decker aus Morbach, Holzindustrie KG, nutzt man die Messe zur Akquise und wirbt auf einem Schild für Mitarbeiter. „Zur Messe kommen sehr viele Besucher und wer weiß, ob nicht jemand Interesse hat“, sagt Reinhold Bischoff von der Firma. Schon seit einigen Jahren ist das Thema Einbruchprävention ein Besuchermagnet. Auf der Messe können sich Hausbesitzer über die vielfältigsten Sicherungsmaßnahmen informieren. Hans-Jürgen Schreckinger (siehe Foto) zeigt beispielsweise, was eine gute Scheibe aushalten muss, um Langfinger abzuhalten.

Eröffnung der Öko-Messe in Trier
Obermeister Pasquale Buccio der Stukkateur-Innung Trier-Saarburg restauriert mit Spezialmasse eine Barock-Rosette und bringt dem Publikum auf diese Weise seine Arbeit näher. Foto: Klaus Kimmling

Bei der Eröffnung am Abend kann Rudi Müller viel Prominenz begrüßen, darunter auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). „Unsere Öko zeigt, bei uns im Handwerk finden Energiesparen und Klimaschutz nicht in Sonntagsreden oder auf dem Papier statt, sondern in der Praxis.“ Handwerker setzten Umweltschutz seit Jahren in die Wirklichkeit um. „Das ist für uns ein wichtiger Zukunftsmarkt.“ Gleichzeitig warb der Handwerkspräsident für Nachwuchs. Denn „wir Handwerker haben ein großes Problem. Wir suchen händeringend Lehrlinge, Gesellen, Meister und Betriebsnachfolger.“ In den Berufen hätten Bewerber beste Zukunftschancen. Und sein Appell „Kommt zu uns ins Handwerk“ lässt sich auch auf die Öko ummünzen.