Und es war Sommer ... Gutes Geschäft bei Gerolsteiner

Und es war Sommer ... Gutes Geschäft bei Gerolsteiner

Das gute Wetter hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Entwicklung des Gerolsteiner Brunnens positiv beeinflusst. Umsatz und Absatz legten deutlich zu.

Gerolstein. Der heiße Sommer im vergangenen Jahr hat die Erlöse beim Mineralwasserhersteller Gerolsteiner sprudeln lassen. 2015 setzte das Unternehmen mit 255,4 Millionen Euro rund 8,5 Prozent mehr um als im Vorjahr, wie der Brunnen am Mittwoch in Gerolstein mitteilte. Der Absatz wuchs um 6,1 Prozent auf knapp sieben Millionen Hektoliter. "Es war ein zufriedenstellendes Jahr", sagte Geschäftsführer Axel Dahm.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sei, dass Gerolsteiner Mineralwasser entsprechend den unterschiedlichen Verbraucherwünschen und Konsumsituationen in einem breiten Spektrum an Verpackungsvarianten angeboten werde, also sowohl in Glas- und PET-Mehrweg als auch in PET-Einweg. Die stärksten Absatzzuwächse innerhalb des Gerolsteiner Gebindeangebots verbuchten 2015 die im Jahr 2010 eingeführte 1,0-Liter-Glas-Mehrwegflasche und die 0,75-Liter-PET-Einwegflasche.
Wachstum kann Gerolsteiner auch für seine Erfrischungsgetränke vermelden. Im Bereich Gastronomie präsentierte sich der Mineralbrunnen 2015 ebenfalls über Vorjahresniveau (+ 4,2 Prozent). Absatzzuwächse verbuchte insbesondere Gerolsteiner Naturell, das stärkste deutsche Mineralwasser unter den stillen Mineralwässern auf dem deutschen Markt. Mit plus acht Prozent hat sich auch der Absatz von Gerolsteiner Medium weiter positiv entwickelt.
Gerolsteiner ist seit fünf Jahren auf Wachstumskurs. Dieses moderate Wachstum solle auch im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden, sagte Dahm. Ein weiterer Grund für das Plus sei "ein wachsendes Gesundheits- und Qualitätsbewusstsein der Verbraucher". Immer mehr Menschen beschäftigten sich mit gesunder Ernährung.
Im Export verzeichnete Gerolsteiner ein leichtes Minus von etwa einem Prozent. Dieses gehe auf rückläufige Geschäfte in Japan aufgrund von Konkurrenz durch Billiganbieter zurück. In den USA und Kanada sei 2015 dagegen "sehr gut" verlaufen. Weiter wachsen wolle man in Südkorea und auf den Philippinen. Der Exportanteil liege weiter bei rund fünf Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten blieb mit rund 780 stabil. Den Gewinn gibt das Unternehmen nicht bekannt. red/dpa