Und noch einmal mehr freie Stellen

Und noch einmal mehr freie Stellen

Mit dem Frühjahr geht auch die Arbeitslosenkurve in der Region Trier runter. Besonders auffällig ist das im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Dort ging die Arbeitslosenquote um 0,6 Prozentpunkte zurück. Insgesamt suchen in der Region 11 156 Menschen eine Anstellung.

Trier. Der Trend in der Region ist erfreulich. Während die Arbeitslosenquote weiter sinkt, steigt die Zahl der gemeldeten Stellenangebote. Für den Chef der Arbeitsagentur Trier, Heribert Wilhelmi, eine gute Entwicklung: Jedes Jahr im Frühjahr geht die Arbeitslosigkeit zurück. Zudem werden derzeit Fachkräfte in allen Bereichen gesucht."
Bei den Stellenangeboten gibt es auch in diesem Monat wieder einen neuen Höchststand. Aktuell stehen den Arbeitssuchenden der Region 4571 Jobs zur Verfügung - 860 mehr als im April 2015. Besonders gut sind die Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, in der Zeitarbeit (1267 gemeldete Stellen), im verarbeitenden Gewerbe (508 Jobangebote), im Gastgewerbe (492 Ausschreibungen), im Handel (372 Ausschreibungen), im Gesundheits- und Sozialwesen (362 Stellenangebote) und in der öffentlichen Verwaltung (294 Ausschreibungen).
Die Arbeitsagentur und auch der Deutsche Gewerkschaftsbund werfen einen speziellen Blick auf die Situation der Migranten. Denn die Zahl der arbeitslosen Ausländer in der Region steigt: Derzeit sind 1791 Menschen ohne deutschen Pass auf Jobsuche. Das sind 17 Prozent mehr als im April des vergangenen Jahres.
"Je mehr Asylanträge bearbeitet werden, desto mehr Flüchtlinge melden sich arbeitslos. Wir gehen deshalb davon aus, dass in den nächsten Monaten die Zahl der arbeitslosen Ausländer weiter steigen wird", sagt Heribert Wilhelmi. "Es ist jedoch auch notwendig, dass die Menschen, die zu uns kommen, sich bei ihrer Arbeitsagentur oder dem Jobcenter registrieren lassen. Denn ab diesem Zeitpunkt können wir sie auf ihrem Weg in den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt unterstützen."
Dietmar Muscheid, Vorsitzender DGB Rheinland-Pfalz/Saarland sieht das ähnlich: "Beim Bundesamt für Migration stapeln sich derzeit noch die Asylanträge. Wir dürfen Flüchtlinge nicht in die Arbeitslosigkeit verlieren, sondern müssen ihnen gleich Angebote machen, etwa zum Spracherwerb, zur beruflichen Qualifizierung, einer Ausbildung oder Arbeit."
Dafür müssten die Finanzierung gesichert und die personellen und räumlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Hier muss der Bund liefern, erklärt DGB-Chef Dietmar Muscheid weiter.Extra

Die Arbeitslosenzahl ist im April zum Vergleich zum Vormonat gesunken. Insgesamt sind 11 156 Menschen arbeitslos. Damit ist die Arbeitslosenquote erstmals in diesem Jahr unter die Vier-Prozent-Marke gefallen und liegt nun bei 3,9 Prozent. Das sind 946 Menschen weniger als noch im März. Aktuell sind 6213 Männer und 4943 Frauen arbeitslos, darunter 1214 jüngere Menschen bis 24 Jahre, 3925 Ältere, der Generation 50plus, und zudem 1791 Ausländer. hw

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