Viel Staub in der Luft

Die Berichterstattung zu den neuen Umweltzonen, die die Feinstaubbelastung in Europa reduzieren sollen, hat gezeigt, wie kompliziert und schwierig die Situation noch ist. Deshalb noch einige Klarstellungen zu diesem Thema.

Trier. (hw) Der Start für die ersten Umweltzonen ist bereits erfolgt. In Berlin, Köln und Hannover (nicht Hamburg, wie wir irrtümlich berichteten) sind seit dem 1. Januar Umweltzonen ausgewiesen. Im Laufe des Jahres sollen dann weitere 17 Städte folgen, in denen eine solche "Schutzzone" eingerichtet wird. Die Umweltzonen gehen auf den EU-Aktionsplan für Luftreinhaltung zurück. Drei Plaketten, rot, gelb und grün, regeln die Zufahrtsrechte in diese Zonen. Fahrzeuge mit grüner Plakette unterliegen dabei keiner Begrenzung, während Fahrzeuge, die eine gelbe oder rote Plakette erhalten, Sperrzonen nur eingeschränkt befahren dürfen. Ob ihr Auto rot, gelb oder grün "plakatiert" werden kann, lässt sich an der Schlüsselnummer im Fahrzeugschein erkennen. Dabei sind die beiden letzten Stellen der Schlüsselnummer maßgeblich: Bei der gestern im TV abgedruckten Tabelle fehlten bei PKW-Benzinern die Schlüsselzahlen 01, 02 und 77. Diese Nummern entfallen auf ältere Benziner, die bereits mit geregeltem Katalysator ausgestattet waren, bevor es die später eingeführte Euro1-Norm gab. Für Benziner (PKW) sind damit ausschlaggebend für grüne Plaketten die Nummern 01, 02, 14, 16, 18 bis 70, 71 bis 75, 77. Bestimmte Fahrzeuge sind aber von den Regeln auch ausgenommen: Das sind - wie gestern im TV erwähnt - Motorräder und Dreiräder, Oldtimer, die entweder ein H-Kennzeichen oder ein rotes 07er-Kennzeichen tragen (das Fahrzeug muss älter als 30 Jahre sein), Autos, in denen Behinderte fahren oder gefahren werden und bei denen im Behindertenausweis das Merkzeichen "aG", "H" oder "B1" eingetragen ist. Generell sind weiter Einsatzfahrzeuge von Polizei und Militär, Krankenwagen, Arbeitsmaschinen und Müllwagen von den Fahrverboten befreit. Sie dürfen laut ADAC auch ohne Plakette in die Umweltzone hinein.