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Vorgabe des Chefs erfüllt: Bitburger mit einprozentigem Absatzplus

Vorgabe des Chefs erfüllt: Bitburger mit einprozentigem Absatzplus

Die Bitburger Braugruppe hat ihren Absatz im vergangenen Jahr um gut ein Prozent auf über 7,5 Millionen Hektoliter steigern können. Größter Umsatzlieferant der Gruppe ist weiter die Hauptmarke Bitburger.

Bitburg. Werner Wolf müsste mit den Zahlen eigentlich zufrieden sein. "Wir müssen wieder besser sein als der Markt", hatte der Sprecher der Bitburger Geschäftsführung als Ziel für das Jahr 2011 vorgegeben. Und das ist der Bitburger Braugruppe auch gelungen. Während der Gesamtbierausstoß der deutschen Brauwirtschaft mit 95 Millionen Hektolitern annähernd stabil geblieben ist, legte die Bitburger Gruppe um 80 000 Hektoliter zu. Das ist ein Plus von exakt 1,1 Prozent und ist fast identisch mit dem Zuwachs im Jahr zuvor.
Offiziell will Bitburger die Zahlen erst Mitte nächster Woche bekanntgeben. Doch das gewöhnlich bestens informierte Branchenfachmagazin Inside veröffentlichte sie jetzt schon einmal vorab.
Danach steigerte die Hauptmarke Bitburger ihren Absatz im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent auf 4,03 Millionen Hektoliter. Besonders groß waren die prozentualen Zuwächse bei Bitburger Radler und Bitburger Cola, während die ohnehin absatzschwachen Mischgetränke Bit-Sun, -Passion und -Copa weiter kräftig an Boden verloren. Gerade einmal 36 000 Hektoliter, 13 000 Hektoliter weniger als im Vorjahr, steuerten sie zum millionenschweren Bitburger-Absatz bei. Intern sei die Bit-Mischgetränklinie bereits abgehakt, glaubt das Branchenfachmagazin zu wissen.
Von den übrigen Brauereien der Bitburger Gruppe hatte laut Inside nur Wernesgrüner im vergangenen Jahr noch ein leichtes Plus von 0,2 Prozent (Absatz: 740 000 Hektoliter). Köstritzer verkaufte wie im Vorjahr 780 000 Hektoliter, Licher verlor zwei Prozent (600 000 Hektoliter) und König 0,7 Prozent (1,28 Millionen Hektoliter).
Auffallend, dass fast alle großen Brauereien beim Fassbier kräftige Rückgänge verzeichneten. Zu den Gründen dürfte das Rauchverbot in der Gastronomie gehören. Zudem, das hatte Bit-Chef Werner Wolf schon vor einem Jahr gesagt, machen immer mehr Gaststätten ein für alle Mal dicht, während früher nur die Pächter wechselten.
Das Minus in der Gastronomie muss durch Mehrverkäufe im Einzelhandel kompensiert werden. Werner Wolf kündigte für dieses Jahr bereits "abverkaufsstarke Aktionen für Endverbraucher" an, die mit "entsprechendem Werbedruck unterstützt" würden. Laut Inside gab Bitburger im vergangenen Jahr allein 40 Millionen Euro für Werbung aus.
Was die saarländische Karlsberg-Brauerei im vergangenen Jahr an Bier verkauft hat, bleibt ein Geheimnis. "Wir geben keine Umsatz- und Absatzzahlen bekannt", sagte eine Sprecherin dem TV.