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Vulkaneifelkreis Daun im Aufwind

Vulkaneifelkreis Daun im Aufwind

Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region Trier unter die 10 000er-Marke gesunken. Genau 9810 Menschen haben im August einen Job gesucht. Vor allem im Vulkaneifelkreis Daun ist die jüngste Entwicklung sehr positiv.

Trier/Daun. Entgegen dem Bundestrend hat sich die Zahl der Arbeitslosen in der Region im August positiv entwickelt. Während in ganz Deutschland mit 2 945 000 Menschen etwas mehr Männer und Frauen (plus 0,2 Prozentpunkte) ohne Job sind, meldet Mainz für das Land (107 800 Arbeitslose/5,1 Prozent/minus 0,2) und die Region Trier gute Zahlen. Schon seit Mai zeichne sich für die Region eine erfreuliche Entwicklung ab, resümiert Gundula Sutter, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Trier. "Aktuell sehr gut ist die Situation bei Jugendlichen. Nach dem Ende der Sommerferien stellen die Betriebe nun die jungen Leute ein, die im Frühjahr ihre Ausbildung beendet haben." Viele Betriebe seien inzwischen auch bereit, die Potenziale älterer Arbeitnehmer stärker zu nutzen, aber es bestehe noch immer ein hoher Informationsbedarf.
Erfreulich ist für Sutter die regionale Entwicklung des Marktes. Derzeit sinkt die Arbeitslosigkeit in der Stadt Trier und in allen Landkreisen. Spitzenreiter sei aktuell der Landkreis Vulkaneifel. In keinem anderen Landkreis der Region ist die Arbeitslosigkeit in den vergangenen zwölf Monaten so stark gesunken wie im Kreis Vulkaneifel. Waren im August vergangenen Jahres fast 1600 Personen ohne Arbeit, so sind es jetzt nur noch 1240 Personen. "Die Situation hat sich stabilisiert. Anders als in den anderen Kreisen profitiert der Vulkaneifelkreis nicht von Luxemburg", sagt Robert Gilles, Geschäftsstellenleiter der Arbeitsagentur im Vulkaneifelkreis. Hohe Nachfragen in Daun gebe es aus der Pflegebranche, vom Bau- und Ausbausektor und der in der Krise stark gebeutelten Industrie. Die Arbeitsplatzverluste etwa bei Ergocast (Jünkerath), Dura oder Bharat Forge (beide Daun) sind aufgefangen worden. Indiz für den regionalen Aufschwung: Ende 2008 gab es 16 100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Vulkaneifelkreis, Ende 2010 waren es 16 700.Gerade hat die luxemburgische Arbeitsverwaltung Adem die Juli-Arbeitslosenzahlen vorgestellt. Im Großherzogtum sind 14 429 Menschen arbeitslos (5,9 Prozent). Auffällig: Die Zahl der freienStellen ist binnen eines Jahres auf über 3000 oder um etwa 57 Prozent gestiegen. hw