Warnstreik zur Hauptsaison

Warnstreik zur Hauptsaison

GEROLSTEIN. (mh) Mitten im Sommer steht dem größten deutschen Mineralbrunnen, dem Gerolsteiner Brunnen, ein Arbeitskampf ins Haus. "In den nächsten Tagen wird es einen Warnstreik bei Gerolsteiner geben", sagte Klaus Schu von der Gewerkschaft Nahrung-Genussmittel-Gaststätten (NGG) aus Trier.

Zuvor gab es bereits Streiks in einer Weinkellerei in Bingen sowie bei Apollinaris in Bad Neuenahr. Offizieller Anlass sind Tarifverhandlungen zum Thema Altersteilzeit, als eigentlicher Grund wird von Eingeweihten aber die Kündigung des Manteltarifvertrags durch den Arbeitgeberverband zum 31. August angegeben. Die Arbeitgeber wünschen "flexiblere Arbeitszeiten" und eine "Anpassung der Kosten" - auch fürs Personal. Dagegen wehrt sich die Arbeitnehmerseite, die beim Brunnen für heute zunächst Abteilungsversammlungen einberuft, um zu informieren. Die Geschäftsführung des Gerolsteiner Brunnens ist wenig erbaut. Sprecher Jörg Croseck sagte: "Ein Streik zur Hauptsaison ist unverantwortlich. Mit jeder Streikstunde verlieren wir über 200 000 Flaschen."

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