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Warum Unternehmen jetzt investieren sollten: Veranstaltung am 28. September.

Wirtschaftsförderung : Jetzt die richtigen Weichen stellen

„Investieren in unsicheren Zeiten“: Wie wichtig es ist, jetzt für die Zukunft im Betrieb vorzusorgen, dazu gibt eine große Gemeinschaftsveranstaltung Tipps aus der Praxis.

Die Bauteile aufgrund von Lieferengpässen Mangelware, die Energiekosten in explodierender Höhe, die Fachkräfte nicht zu finden: Wer ein Unternehmen leitet und für die Zukunft planen muss, tut sich derzeit schwer damit, noch mehr Geld zu investieren. Doch sollte man nicht gerade jetzt für die kommenden Jahre vorsorgen? Welche Bedingungen gibt es derzeit für Kredite? Was erwarten die Institute von den Betrieben? Und welche Unterstützung gibt es umgekehrt für investitionswillige Unternehmerinnen und Unternehmer?

Dazu laden Handwerkskammer (HWK) Trier, Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier, Forum Junges Handwerk Trier, Kreis Junger Unternehmer, Sparkasse Trier, Volksbank Trier, Investitions- und Strukturbank, Mentor AG Unternehmensberatung und die Steuerberatungs- und Wirtschaftskanzlei Dr. Widdau & Partner am Mittwoch, 28. September, 17.30 Uhr zur Veranstaltung „Investieren in unsicheren Zeiten“ im Campus-Handwerk Trier ein. Neben den Perspektiven von Steuer- und Unternehmensberatung sowie Kreditwesen und Förderung geben einige Unternehmer aus der Region Trier Einblick in ihre Unternehmensführung und ihr Investitionsverhalten. Tipps für Kollegen inklusive! Matthias Schwalbach, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung der HWK Trier, und Matthias Schmitt, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Trier, schildern im Vorfeld das aktuelle Investitionsklima:

Wie beurteilen Sie die Lage in den Unternehmen in Bezug auf Investitionen?

MATTHIAS SCHWALBACH: Die Umsätze und Ergebnisse der meisten Handwerksbetriebe sind zurzeit nach wie vor gut. Allerdings führt die Angst vor einer Rezession zu einer Zurückhaltung bei Investitionen. Auch die finanziellen Belastungen bei den Betrieben steigen deutlich, aktuell insbesondere durch die explodierenden Energiekosten und die steigenden Zinsen. Damit fehlen einerseits oft die Mittel für Investitionen. Andererseits können neue Anlagen gerade jetzt auch eine Chance sein. So können moderne Heiz- und Kühlsysteme langfristig zu Einsparungen führen. Außerdem: Wer jetzt gegen den Strom schwimmt und investiert, kann sich einen Vorsprung auf dem Markt sichern.

MATTHIAS SCHMITT: Die Zeiten sind für die Unternehmen so schwierig wie lange nicht mehr. Insbesondere explodierende Energiekosten drücken massiv auf die Gewinne und damit auch die Investitionsbudgets. Etliche regionale Unternehmen investieren aber auch bewusst in diesen herausfordernden Zeiten um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Einige Betriebe haben ihre Investitionen während der Corona-Pandemie, auch angesichts von Materialengpässen, teilweise zurückgestellt und holen diese nun nach.

 

Welches sind die größten Herausforderungen?

SCHWALBACH: Die Betriebe haben es mit einer schwer verdaulichen Mischung an Problemen zu tun: Fachkräfte- und Lehrlingsmangel, Engpässe und explodierende Kosten bei Material und Energie sowie die Corona-Pandemie machen den Unternehmen das Leben schwer. Hinzu kommt die Angst vor einer Rezession.

SCHMITT: Ganz klar, an erster Stelle die galoppierenden Kosten für Strom und Gas. Aber auch fehlende Fachkräfte bereiten Sorgen, sodass mancherorts Rationalisierungsinvestitionen ins Blickfeld rücken. Oft besteht auch die Notwendigkeit weitere energiesparende Investitionen durchzuführen. Hierbei sind die Unternehmen auf die Unterstützung ihrer Partner, wie Kreditinstitute, Steuerberater, Unternehmensberater und öffentliche Kreditinstitute angewiesen.

Unternehmen müssen sich derzeit vielfältigen Herausforderungen stellen. Mit der Veranstaltung „Investieren in unsicheren Zeiten“ wollen Sie Hilfestellung geben. Was erwartet die Betriebe dort? 

SCHWALBACH: Wer aktuell über eine Investition nachdenkt, braucht mehr denn je den Rat von Expertinnen und Experten. Alle Beraterinnen und Berater, die helfen können, stehen in der Veranstaltung zur Verfügung. Die meisten zentralen Fragen können direkt vor Ort geklärt werden, etwa: Wie berechne ich, ob sich die Investition wahrscheinlich lohnt? Wie finde ich eine verlässliche, günstige Finanzierung? Gibt es öffentliche Förderhilfen? Wie gehe ich strukturiert vor? Wo finde ich die richtigen Ansprechpartner?

SCHMITT: Wie bereits geschildert, ist es für viele Betriebe eine extrem schwierige Situation. Wir wollen unsere Unternehmen in ihrer Entwicklung beratend unterstützen. Die Veranstaltung soll in kurzen Vorträgen aufzeigen, was ich als Unternehmen als Vorleistung erbringen muss, um die finanzielle Unterstützung bei meinem Vorhaben zu erhalten. Kompakt erläutern Steuerberater, Unternehmensberater, Vertreter der Kreditinstitute und öffentlichen Banken, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um die erforderlichen Finanzmittel zu erhalten. Wichtige Hinweise und Tipps aus der Praxis geben zudem zwei erfolgreiche Unternehmer, die kürzlich umfangreich investiert haben.

Weitere Fragen zur Veranstaltung und Anmeldung bei der IHK Trier, Sonja Wagener, Telefon: 0651-9777-5 02.