Was gut ist, bleibt

Eine gute Ausbildung ist die Basis des Erfolgs. Davon geht die Sperber-Gruppe - ein Unternehmen für Heizung, Lüftung, Klima und Anlagenbau - mit Hauptsitz in Trier aus. Die gut 60-jährige Geschichte scheint die Firmen-Philosophie zu bestätigen. In einer speziellen Lehrwerkstatt wird an der Grundlage gezielt gefeilt.

Trier. Die Geschichte der Sperber-Gruppe liest sich wie ein Märchen: Vor fast 100 Jahren legte Michael Sperber mit seiner Ausbildung im damals noch nicht weit verbreiteten Heizungsbau den Grundstock für das heutige Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro verbuchte. 1947 gründete er als junger Zentralheizungsbau-Meister eine Firma für Heizungsbau und Lüftungstechnik an der Engelstraße in Trier. Das Unternehmen und der Kundenstamm wuchsen kontinuierlich. Das Können des Jungunternehmers, vor allem auch seine Kenntnisse im Bereich der Dampfanlagen, sprach sich herum: Zu den frühen Kunden zählten etwa die Romika-Werke, Trierer Krankenhäuser, kirchliche Einrichtungen und die Bundespost.

Mitte der sechziger Jahre wurde die Firma Sperber zu einer Kommandit-Gesellschaft (KG), und ein neuer Unternehmensbereich wurde angegliedert: die Fertigung von Luftkanälen und lufttechnischem Zubehör. 1972 firmierte die KG um in die heutige Michael Sperber GmbH & Co KG. Sechs Jahre später siedelte das Unternehmen sich am heutigen Firmensitz an den Kaiserthermen an. Auch 2009 ist die Sperber-Gruppe mit 150 Mitarbeitern im Aufwind: "Wir passen uns immer wieder den neuesten technischen Anforderungen an", sagt Hermann Sperber, Enkel von Michael Sperber und heutiger Geschäftsführer. Die Klimaziele der Europäischen Union, bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, sind dabei mit im Blick. Und: "Qualitätsarbeit auf höchstem Niveau flexibel zu gestalten", sei das seit 60 Jahren bewährte Firmen-Motto.

Um Qualität zu sichern, lege das Unternehmen besonderen Wert auf die Nachwuchsförderung: In Trier werden derzeit 22, bei der Tochterunternehmung Gebr. Reinartz in Koblenz 14 junge Leute zu Anlagenmechanikern, Technischen Zeichnern und Bürokaufleuten ausgebildet. Auch die Möglichkeit des dualen Studiums bietet das Unternehmen.

Und um den Nachwuchs, der vorwiegend durch Altersfluktuation zu 80 Prozent übernommen wird, optimal auf das Berufsleben vorzubereiten, geht Hermann Sperber auch neue Wege und investiert: Im Jahr 2008 wurde im Rahmen eines aufwendigen Umbaus und der Modernisierung von Büroräumen eine Lehrwerkstatt errichtet. "Bevor wir mit auf den Bau gehen, lernen wir hier erst einmal das Material und Techniken kennen", berichtet Lehrling Sebastian Heiß. "Dann können wir von Anfang an mithelfen und stehen nicht blöd neben den Monteuren auf dem Bau", sagt Amer El-Omar. Unter den Fittichen von Franz-Josef Schwind lernen die Azubis derzeit schweißen. Eine weitere Besonderheit: Die Lehrlinge durchlaufen auch die eigene Luftkanalfabrikation. "Damit haben sie eine umfassende Ausbildung", sagt Sperber.

Die Qualifizierung von Fachkräften im eigenen Haus liegt dem Chef am Herzen. Denn trotz aller Neuerungen: Eine sehr gute Ausbildung ist nach wie vor das Rückgrat des Unternehmens. So wie damals, als Michael Sperber sein Handwerk von der Pike auf lernte.