| 15:53 Uhr

Wein
Das hippste Gebiet in Sachen Riesling

Symbolbild
Symbolbild FOTO: Fredrik von Erichsen / dpa
Wiltingen. Was für ein Erfolg für die Saar! Die Macher des am Freitag präsentierten neuen Vinum Weinguides Deutschland 2018  überschlagen sich vor Lob. Die Saar mausert sich zum hippsten Gebiet in Sachen Riesling mit Restzucker. Von Clemens Beckmann
Clemens Beckmann

Beeindruckend, wie viele  großartige Betriebe dort auf kleinem Raum wirken, heißt es da. In Namen liest sich das so. Stephan und Michael Weber, die erst vor wenigen Jahren ein Weingut in Wiltingen gründeten, sind die „Entdeckung des Jahres“. Sensationell ist aber etwas anderes. In vier  von zehn Kategorien haben Saarweine die Nase vorn. Der beste deutsche  trockene Riesling ist ein 2016er Scharzhofberger Pergentsknopp Großes Gewächs vom Weingut van Volxem (Wiltingen). Mit 97 von 100 möglichen Punkten hat der Wein die höchste Wertung aller bewerteten Gewächse bekommen.  Eine solche Punktzahl gibt es normalerweise nur für edelsüße Weine. Von van Volxem kommt auch der beste Riesling Kabinett, ein 2016er Ockfener Bockstein. Bester feinherber Riesling ist eine 2016er Niedermenniger Herrenberg Spätlese vom Hofgut Falkenstein (Konz-Niedermennig). Die beste Riesling Spätlese, ein 2016er Schodener  Saarfeilser, kommt vom Weingut Peter Lauer (Ayl).

In den Kategorien Riesling feinherb, Riesling Kabinett und Riesling Spätlese beherrschen Weine von Saar und Mosel die Rangliste der jeweils zehn besten Gewächse. Die Spitzenbetriebe (Gesamtleistung) sind die Weingüter Schloss Lieser (Lieser), Egon Müller (Wiltingen), Zilliken (Saarburg), Fritz Haag (Brauneberg), Markus Molitor (Wehlen) und Joh. Jos. Prüm (Wehlen).