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Weniger Arbeitslose am regionalen Arbeitsmarkt im April

Arbeitsmarkt : Region: Licht und Schatten am Arbeitsmarkt

Die Entspannung am regionalen Arbeitsmarkt setzt sich im April weiter fort. Doch die Pandemie hinterlässt auch hier ihre Spuren. So bleibt die Ausbildungsplatzsituation weiter angespannt.

Die letzten Arbeitslosenzahlen im März zeigten beim Jahresvergleich noch ein verzerrtes Bild. Im März 2020 hatte die Corona-Krise noch wenige Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt, so dass der Vergleich mit diesem März hinkte. Im April sieht das anders aus.

„Im April vor einem Jahr stand die Region, wie das ganze Land, gewissermaßen unter Schock. Die Folgen des ersten Lockdowns wurden sichtbar. Dazu gehörten ein Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein Einbruch auf dem Stellenmarkt“, erklärt der Chef der Arbeitsagentur Trier, Heribert Wilhelmi, bei der Vorstellung der jüngsten Zahlen. Genau 11 882 Menschen suchen in der Region einen Job, das sind fast 300 weniger als vor vier Wochen. Diese positive Entwicklung sei einerseits von saisonalen Gründen getrieben, doch Wilhelmi sieht eine weiteren Grund: „Inzwischen sind die Betriebe im Umgang mit der Pandemie geübt, haben Erfahrungen mit Lockdowns und können Auswirkungen und Erwartungen für ihren Geschäftszweig besser abschätzen. Zudem sorgen die Aussichten auf beschleunigtes Impfen und ein Wiederanspringen der Wirtschaft für mehr Zuversicht.“ Das äußere sich vor allem in der steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften.

Soweit die positiven Akzente auf dem Arbeitsmarkt. Doch es gibt auch Verlierer. Der Ausbildungsmarkt kommt nicht so recht in die Gänge. 1910 unbesetzte Ausbildungsplätze und 1123 unversorgte junge Menschen sind derzeit bei der Trierer Arbeitsagentur registriert – Bewerber und Betriebe finden (noch) nicht zusammen. Heribert Wilhelmi appelliert daher, auch hier, die Angebote der Berufsberatung und des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit zu nutzen: „Ausbildung ist Zukunft“, so seine eindringliche Botschaft. Und auch auf dem Stellenmarkt macht sich die Pandemie bemerkbar: Die stärksten Zugänge bei den Jobangeboten seien vorwiegend in der Arbeitnehmerüberlassung und im Gesundheitswesen zu verzeichnen. Bei näherem Hinsehen werde deutlich, dass rund 80 Prozent aller Stellen mit einem gehobenen Anforderungsniveau ausgeschrieben seien. Wilhelmi: „Die Pandemie hat den Strukturwandel beschleunigt, in dessen Zuge immer mehr Fachkräfte und Spezialisten gebraucht werden.“