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Wie man den Planeten schont

Wie man den Planeten schont

Das Angebot war groß wie nie: Auf der Ökomesse haben 128 Aussteller ihr Angebot auf 4500 Quadratmetern Fläche präsentiert. Mehrere Tausend Besucher strömten am Samstag und Sonntag in die Moselauen, um sich über Energieeinsparung, Bauen und Sanieren zu informieren.

Trier. Axel Bettendorf, Leiter des Umweltzentrums für Energie und Nachhaltigkeit an der Handwerkskammer Trier, hatte am Samstag allen Grund zur Zufriedenheit. Schon um 10 Uhr waren am Eröffnungstag zahlreiche Interessenten in der Halle und dem angrenzenden Zelt unterwegs.
Handwerkskammerpräsident Rudi Müller hatte dafür eine Erklärung: "Bei Energieeffizienz und Energieeinsparung gibt es noch erhebliche Einsparpotenziale."
Fehlendes Bewusstsein



Mit der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz habe die Politik eine Entscheidung auf den Weg gebracht, die die Menschen zur aktiven Unterstützung zur Erhaltung der Umwelt auffordere. Das Handwerk arbeite hier in fast allen Bereichen der Energiewende mit, angefangen von der Gebäudehülle über die Anlagen- und Gebäudetechnik bis hin zur Elektromobilität. Das bestätigte der Trierer Oberbürgermeister. Das Handwerk habe in der Region Trier beim Thema Ökologie schon immer die Nase vorne gehabt, lobte Klaus Jensen.
Dennoch geht ihm der Umbau im Bewusstsein der Menschen noch zu langsam. "Wir sind trotz aller Aktivitäten immer noch kräftig dabei, unseren Planeten zu plündern."
Dass die Bevölkerung der Großregion Trier offenbar diese Sorge teilt, machte das Gespräch mit Ausstellern und Besuchern deutlich. "Höchst zufrieden" sei er mit dem Besuch der Öko 2015, sagte der Konzer Energieberater Bernhard Becker, der sich vor Gesprächsanfragen kaum retten konnte. Seit fünf Jahren ist er als Aussteller dabei. Wenn er könnte, würde er seinen Stand gerne vergrößern und mehr Personal für Beratungsgespräche vorhalten. Doch ständig wachsende Ausstellerzahlen lassen in der Messehalle keine Ausdehnungswünsche zu. Zufrieden mit dem Publikumsinteresse zeigten sich auch die beiden Energieversorger RWE und SWT. Vertriebsleiter Thomas Speckter von den Stadtwerken registrierte viele gute Gespräche rund um das Energiesparen. "Das Gesprächsspektrum reichte angefangen von der Gasversorgung über Beleuchtungsberatungen, Energiespartipps bis hin zur Fotovoltaik."
Wichtige Entscheidungshilfe



Sein RWE-Kollege Manfred Klasen ergänzt: "Die Menschen kommen sehr gut vorbereitet und ganz gezielt an den Stand. Sehr viele interessieren sich für unser Eifel-Solar-Paket, das wir in Zusammenarbeit mit dem regionalen Handwerk anbieten." Beide Vertriebsleiter unterstreichen aber auch, dass die Öko für sie ein wichtiges Werkzeug bei der Kundenbindung und Neuakquise ist.
Für die beiden Besucher Albert Dostert (Nittel) und Manfred Ackermann (Trier) ist die Ökomesse eine wichtige Entscheidungshilfe bei anstehenden Renovierungsarbeiten.
Der Besuch von Fachvorträgen war für beide ebenso obligatorisch wie das Gespräch mit den Ausstellern. Hans und Hildegard Lauer aus Niedermennig wollen sich einen Überblick verschaffen. Sie haben vor zwei Jahren auf der Öko eine Holzpellet-Heizung gekauft: "Das war eine der besten Entscheidungen, die wir getroffen haben."