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IHK: Wirtschaft im Optimismus-Modus

IHK : Wirtschaft im Optimismus-Modus

Die IHK-Konjunkturumfrage spiegelt die Stimmung in der regionalen Wirtschaft. Und die ist gut: „Der Boom zeigt bislang keine Ermüdungser- scheinungen“, bilanziert die Kammer.

Wie steht es um die regionale Wirtschaft? Mit ihren Frühjahrs- und Herbstumfragen möchte die Industrie- und Handelskammer (IHK) genau wissen, wo die regionalen Unternehmen aus Industrie, Handel und der Dienstleistungsbranche stehen, wo sie Probleme sehen und wo es Handlungsbedarf gibt. Die jüngste Umfrage hat nun auch die Verantwortlichen bei der Kammer etwas überrascht und erfreut.

„Die regionale Wirtschaft befindet sich in blendender Verfassung. Der IHK-Konjunkturklimaindikator erreicht mit 137 Punkten – neun  Punkte mehr als noch zu Jahresbeginn –, ein Spitzenniveau, das in den vergangenen 15 Jahren überhaupt nur 2011 erreicht wurde“, freut sich IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer.

Aktuell berichten 63 Prozent der regionalen Unternehmen von guten, 33 Prozent von befriedigenden und nur vier Prozent von schlechten Geschäften. Die Hälfte aller Befragten hat in den vergangenen zwölf Monaten die Umsätze gesteigert, nur jeder zehnte verzeichnete Rückgänge. Laut IHK-Konjunkturumfrage, an der sich im Frühjahr 150 regionale Unternehmen mit 14 000 Beschäftigten beteiligt haben, ist die Stimmung in allen drei großen Branchen – also Industrie, Handel und Dienstleistungssektor – derzeit überdurchschnittlich gut.

„Besonders hochtourig läuft der Konjunkturmotor im verarbeitenden Gewerbe und im Bausektor. Im Vorleistungsgüter-, Investitionsgüter- und Baubereich schätzen etwa 80 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als gut ein und auch die Kapazitätsauslastung hat einen absoluten Spitzenwert erreicht“, beschreibt IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt die regionale Industriekonjunktur.

Der IHK-Konjunkturexperte richtet auch einen speziellen Blick auf den wichtigen Industriesektor. „Wir haben hier blendende Zahlen gemeldet bekommen“, sagt Matthias Schmitt. Bei den Auftragseingängen melden mehr als die Hälfte ein Plus in den vergangenen drei Monaten (53 Prozent), bei 37 Prozent sind die Eingänge gleich geblieben. Auch die Auftragsbestände werden von den Unternehmen zu 53 Prozent als überdurchschnittlich beschrieben, nur bei vier Prozent sind sie unterdurchschnittlich.  Und auch die Kapazitätsauslastung ist bei 71 Prozent der Befragten überdurchschnittlich, bei 27 Prozent durchschnittlich und nur bei zwei Prozent der Firmen unter ihrem Durchschnitt.

Insgesamt zeigt sich die heimische Wirtschaft auch investitionsfreudig: Jedes vierte Unternehmen will seine Produktionskapazitäten erweitern und würde zudem gerne Fachpersonal einstellen. „Doch für 70 Prozent der Unternehmen ist der Fachkräftemangel das Hauptrisiko bei der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung“, sagt der IHK-Chefökonom. Des Weiteren nennen die Betriebe hier Arbeitskosten (43) und wirtschaftliche Rahmenbedingungen als Risikofaktoren.

Doch insgesamt ist die Situation in der Region Trier weitaus besser als im Bundesdurchschnitt. „Unsere Erhebung geht auf den 8. Mai zurück. Bundesweit gab es da schon eine Eintrübung bei den Konjunkturaussichten. Bei uns ist davon nichts zu spüren“, erklärt Matthias Schmitt. Eine Aussage, die er sogar noch auf die kommenden Monate ausdehnt:  „Alle Daten, die wir in unserer aktuellen Konjunkturumfrage erhoben haben, sprechen für eine Fortsetzung des kräftigen Aufschwungs in der Region und derzeit deutet nichts auf eine ,Wachstumsdelle’ hin.“