wirtschaftswoche

Rainer Nahrendorf ist ehemaliger Chefredakteur des Handelsblattes und Buchautor. Foto: Privat

Mit der anziehenden Inflation mehren sich Lockangebote beim Tagesgeld. Sie gelten zumeist nur für wenige Monate. Bevor Sie versuchen, mit einer nervigen Zinshopperei, dem Ausfüllen immer neuer Vertragsunterlagen und der Abwicklung des Postidentverfahrens, den Substanzverzehr ihres Ersparten zu begrenzen, sollten Sie eine Finanzplanung machen. Nur der Betrag, der in den nächsten Wochen verfügbar sein muss, sollte als Tagesgeld angelegt werden. Beträge, die Sie zu bestimmten Terminen für größere Anschaffungen benötigen, sollten für etwas höher verzinste Festgelder reserviert werden. Festgelder über 2019 hinaus anzulegen, ist nicht ratsam, denn spätestens dann wird die EZB ihre Niedrigstzinspolitik korrigiert haben. Substanzverzehr durch Inflation und Steuern vermeiden sowie Vermögen aufbauen und erhalten können Sie nur, wenn Sie ihre Aktienscheu überwinden. Das Risiko können Sie begrenzen, indem Sie Kursrücksetzer und Schwächephasen zum Kauf risikoarmer Aktien nutzen. Aktien mit geringem oder mittlerem Risiko sind zum Beispiel die Unilever-Aktie oder die Immobilienaktien Hamborner Reit und Euroshop. Vergessen sollten Sie nie, dass der Gewinn im günstigen Einkauf steckt.