Zum zweiten Mal ist der Bankday in die Ausbildungsmesse Future integriert

Ausbildung : Auf Augenhöhe Vorurteile abbauen

Kreative Köpfe gesucht: Zum zweiten Mal ist der Bankday in die Ausbildungsmesse Future integriert. Am 17. und 18. Mai machen Nachwuchs-Banker von verschiedenen Geldinstituten Werbung für ihren Job.

Banken und Sparkassen machen mittlerweile doch fast alles digital, warum soll ich dann dort eine Ausbildung machen? Hat dieser Job überhaupt eine Zukunft? Junge Menschen, die diese Zweifel haben, was ihre berufliche Zukunft betrifft, sollten am 17./18. Mai zur Future-Ausbildungs-Messe kommen. Zum zweiten Mal nach 2018 ist der Bankday in diese Messe integriert, die in der Agentur für Arbeit Trier in der Dasbachstraße stattfindet. Dort präsentieren die angehenden Bankkaufleute des ersten Ausbildungsjahres aller ausbildenden Geldinstitute des Kreises Trier-Saarburg ihren Beruf.

Dabei geht es weniger um die einzelnen Geldinstitute als um die Ausbildung allgemein. Die Azubis, allesamt Berufsschüler an der BBS für Wirtschaft Trier, organisieren ihren Stand und ihre Präsentationen selber. Einige von ihnen kamen durch frühere Bankday-Veranstaltungen zu ihrem Ausbildungsplatz – und können den interessierten Schülern und deren Eltern also Tipps und Informationen auf Augenhöhe geben. „Viele junge Leute sehen den Beruf des Bankkaufmanns kritisch, daher wollen wir ihnen erläutern, wie es in der Praxis aussieht“, sagt Denise Britten. Die Auszubildende (Duales Studium) der Sparkasse Trier gehört zum Organisationsteam des Bankdays, der dieses Jahr unter dem Motto „Bankify your life“ steht.

„Unsere Zielgruppe sind Schüler, die entweder im Sommer 2020 oder 2021 ihren Abschluss machen. Wir haben auch schon in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram intensiv die Werbetrommel für den Bankday gerührt“, sagt Michel Kickert, Azubi der Volksbank Trier. Auf der Bankday-Fläche bei der Future-Messe gibt es mehrere Stände. An einem geht es um generelle Fragen rund um die Ausbildung, dann steht der Dresscode des Bankers im Vordergrund, an einem anderen wird über die Geschichte des Geldes von den ersten Münzen bis zur heutigen Digitalisierung informiert. Ein Gewinnspiel rundet das Programm ab.

„Vielleicht haben junge Leute auch wegen der Finanzkrise Vorurteile gegenüber unserem Beruf und sind zurückhaltend, da wollen wir gegensteuern“, sagt Katarina Artemov, ebenfalls von der Sparkasse Trier.  Dass die fortschreibende Digitalisierung der Branche junge Menschen von einer Ausbildung abhalten könnte, weiß auch Ulrike Schmidt, eine der betreuenden Berufsschullehrerinnen von der BBS für Wirtschaft: „Natürlich macht die Digitalisierung das Leben einfacher, aber eine Bank begleitet den Kunden durchs ganze Leben. Dort sind häufig Beratungen gefragt, die weit über die digitalen Informationen hinausgehen. Und daher ist der Bankberuf auch in Zukunft attraktiv.“ Das sieht die Sparkassen-Auszubildende Marina Burckhardt ähnlich: „Banken brauchen auch in Zukunft kreative Köpfe, und mit dem Slogan Bankify your life wollen wir zudem zeigen, wie der Bank-Job einfach zum Leben dazugehört.“

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