Zuschuss für Lehrstellen

WITTLICH. (red) Der Tarifabschluss in der Kautschukindustrie hat sich für den Nachwuchs einiges einfallen lassen: Eine Million Euro stellt derArbeitgeberverband für zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Im Juli haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber in der Kautschukindustrie in den Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die Entgelttarife werden um 2,6 Prozent mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2004 erhöht. "Besonders hervorzuheben sind zum einen die Ausbildungsinitiative der deutschen Kautschukindustrie. Hier stellt der Arbeitgeberverband eine Million Euro zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze zur Verfügung, wobei der Förderbetrag für jeden neu geschaffenen Ausbildungsplatz sich einmalig auf 10 000 Euro beläuft", sagt Heinz Kürten, Personaleiter bei Goodyear Dunlop in Wittlich. Kürten gehörte der Tarifkommission an. Zum anderen würde eine weitere Million Euro für Mitarbeiter, die in Altersteilzeit gehen und Abzüge an der gesetzlichen Rente haben, zur Verfügung gestellt. Damit würde die Entscheidung, vorzeitig über Altersteilzeit in Rente zu gehen, erleichtert. Das Reifenwerk in Wittlich gehört seit Jahren zu den großen Ausbildern in der Region Trier. In diesem und im nächsten Jahr fangen jeweils zehn weitere Lehrlinge eine Ausbildung an. "Damit wird die Zahl der Azubis in Wittlich auf 40 steigen", erklärt Kürten. "Wir reagieren mit diesen Maßnahmen auf die neue Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt", sagt Dietrich Kröncke, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, "unsere Ausbildungsplatzinitiative ist ein Signal gegen die von Teilen der Politik geforderte Ausbildungsabgabe. Staatliche Zwangsmittel sind der falsche Weg."

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