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Wirtschaftskrise: Dunlop stellt zeitweise Arbeit ein

Wirtschaftskrise: Dunlop stellt zeitweise Arbeit ein

Opel bangt um seine Zukunft, bei Daimler und BMW brechen die Absätze weg. Die gesamte Autobranche ist in Aufruhr, auch an den Zulieferern geht die Krise nicht vorbei: Beim Goodyear-Dunlop-Werk in Wittlich stehen die Bänder für die 900 Mitarbeiter mehrere Wochen still.

(hw) Das Dunlop-Werk in Wittlich steigt auf die Bremse: Auf TV-Anfrage bestätige der Konzern gestern, dass die Produktion zeitweise eingestellt wird. Goodyear-Dunlop-Sprecher Mirko Kraus: „Für den Bereich Nutzfahrzeug-Reifen wurde eine Betriebsruhe vom 20. Februar bis einschließlich 31. März beschlossen. Auch die Produktion von PKW-Reifen wird vom 20. Februar bis einschließlich 10. März in Wittlich ruhen.“

Weltweit streicht Goodyear nach einem hohen Verlust im Schlussquartal 2008 mit einem Minus von 262 Millionen Euro sogar insgesamt 5000 Stellen. Reifenhersteller Dunlop, der wie Fulda zu Goodyear gehört, ist in der Region mit rund 900 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber. Betriebsrat und Unternehmenssprecher sagten gestern allerdings unisono, vorerst stünden keine Kündigungen an. „Die Beschäftigungslage in Wittlich ist weiter stabil“, sagt Sprecher Mirko Kraus. Dunlop-Betriebsratsvorsitzender Joachim Weberskirch sieht es ähnlich: „Die Kurzarbeit ist nicht einfach, aber das Unternehmen steht zu seinen Mitarbeitern.“

Auch in Luxemburg hat der Konzern einen Produktionsstopp für seine 1300 Mitarbeiter beschlossen. Derzeit leidet die gesamte Reifenbranche an einem Umsatzeinbruch. Bei normaler Absatzlage werden täglich etwa 2600 LKW-Reifen in Wittlich hergestellt und 4000 Reifen für Personenwagen. Wegen des höheren Aufwandes macht aber die LKW-Produktion rund drei Viertel der Arbeit aus. Experten gehen davon aus, dass der Reifenabsatz bis zu 40 Prozent eingebrochen ist.

Für die 100 Mitarbeiter im Michelin-Werk Trier ist laut Sprecher Thomas Hermann noch keine Kurzarbeit geplant.