Wittlich: "Liebesbriefe an Hitler" umstritten

Wittlich: "Liebesbriefe an Hitler" umstritten

Die Ankündigung der Veranstaltung „Liebesbriefe an Hitler“ als Beitrag des städtischen Kulturamtes Wittlich zum Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung am 9. November in der ehemaligen Synagoge spaltet die öffentliche Meinung.

Die Stadt hält an Termin und Ort fest. Der Arbeitskreis Jüdische Gemeinde Wittlich hält Datum und Ort für die szenische Lesung für ungeeignet. . Der Arbeitskreis "Jüdische Gemeinde Wittlich schreibt an die Stadt: "Dieser Tag ist eindeutig auf das Gedenken an die Entrechtung und Verfolgung der Juden im damaligen Deutschen Reich gerichtet. Diese Ausrichtung des 9. November wird nach unserer Überzeugung beschädigt, wenn andere Themen aus der Zeit des Nationalsozialismus oder historische Seitenthemen ins Zentrum gerückt werden." Die Stadt dagegen sieht keinen Grund, die Lesung in Frage zu stellen. "Es gibt in unserer Republik weder ein Meinungsmonopol noch ein Monopol für die Erinnerung oder Geschichtsschreibung. Artikel 5 Abs. 3 des Grundgesetzes gewährleistet ausdrücklich die umfassende Freiheit von Kunst und Kultur", sagt Bürgermeister Ralf Bußmer auf TV-Nachfrage:

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