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Veranstaltung
Wittlicher Beachparty: Neuer Name, neuer Ort

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Archivfoto FOTO: Jan Gerrit Baumann / m_wil <m_will@volksfreund.de>
Wittlich. Die Beachparty im Wittlicher Stadtpark ist seit 2012 ein fester Termin für Feierlustige. In diesem Jahr darf sie nicht dort steigen. Nora John

Beachparty und Stadtpark, das gehörte bisher zusammen. 2018 ist alles anders, die Veranstaltung muss umziehen. Deshalb stehen Tobias Müllers und seine Mitstreiter bei der Organisation jetzt vor ganz besonderen Herausforderungen. Denn neben dem unfreiwilligen Umzug soll aus der Beachparty das Beatville-Festival mit mehreren Tanzflächen werden. Zudem werden aus einem Veranstaltungstag zwei. Das war auch im vergangenen Jahr so geplant.  Was Müllers aber im Moment vor allem Kopfzerbrechen bereitet, ist die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort.   Ende November erhielten er und sein Team eine Absage der Stadt. Nur für einen Tag könne der Stadtpark 2018 noch ein letztes Mal genutzt werden.

„Der Umfang der Veranstaltung und die zeitliche Ausdehnung mit Auf- und Abbau sind nicht mehr mit der Funktion des Stadtparks als Naherholungsgebiet und dessen Festsetzung als Wasserschutzzone in Einklang zu bringen“, heißt es auf TV-Anfrage dazu von Wittlichs Pressesprecher Rainer Stöckicht. Darüberhinaus habe es auch Probleme wegen des Lärms gegeben. Wie Stöckicht weiter sagt, werden  Veranstaltungsanfragen generell im Einzelfall entschieden. So werden Kunst an Hecken und Zäunen und das Open-Air-Kino auch in diesem Jahr im Stadtpark stattfinden. „Diese sind in den Stadtpark eingebettet und nutzen das Ambiente quasi als Kulisse.“ Die Veranstaltung Beachparty dagegen nutze lediglich die Fläche und grenze diese auch noch durch Trennwände ab.

Für die Organisatoren des künftigen Beatville Festivals ist es aber keine Option, die Veranstaltung auf einen Tag zu begrenzen. Zusätzlich zu den Partyflächen am Samstag, sei für den Tag davor eine 90er-Party geplant.

„Das lohnt sich für uns sonst nicht“, sagt Müllers. Bei den ersten Veranstaltungen seien er und sein Team noch Schüler gewesen und hätten deutlich mehr Zeit in die Organisation und Umsetzung investieren können.

Mittlerweile steht der 23-Jährige selbst im Beruf und lebt deshalb die Woche über in Mannheim. Auch bei den anderen Dreien, die maßgeblich die Fäden in der Hand halten, sei das ähnlich. Viele Dienstleistungen müssten vergeben werden, und das würde sich nur bei einer zweitägigen Veranstaltung lohnen.

Müllers zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung der Stadt. „Wir machen es für die Stadt und die jungen Menschen hier“. Zudem würde das Festival viele Gäste nach Wittlich locken, und die örtliche Kneipenszene könne auch profitieren. Da wünsche er sich mehr Wertschätzung. Dass es größere Auflagen gebe wegen des Wasserschutzgebietes, in dem der Stadtpark liegt, sei verständlich, sagt Müllers. Man sei auch bereit gewesen, diese zu akzeptieren.

Für die Veranstalter drängt jetzt die Zeit. Eigentlich fängt die Vorbereitung schon im Sommer des Vorjahres an. Aber jetzt muss erstmal ein neuer Veranstaltungsort gefunden werden. Die Stadt habe als Alternative den Parkplatz Oberstadt angeboten, sagt Müllers. Doch auch hier sieht er das Problem, dass es für die Anwohner zu laut werden könne. Die andere Möglichkeit sei die Wiese an der Ohling beim Vitelliuspark, auf der sich ein Spielplatz befindet, gewesen. Doch da mangele es an Infrastruktur, wie zum Beispiel Stromkästen.

Es gebe allerdings Angebote von privaten Grundstücksbesitzern, sagt Müllers. Zwei davon seien weit außerhalb von Wittlich. Deshalb werde es möglicherweise ein privates Grundstück in Wittlich. „Wir sind Wittlicher und wollen hier bleiben“, sagt Müllers.

Die Vorbereitungen müssen jetzt in wesentlich kürzerer Zeit und in größerem Umfang gemacht werden. Und es sei nicht leicht, einen neuen Namen und gleichzeitig einen neuen Ort zu etablieren. Zudem müssten Flyer und Plakate neu gedruckt werden. Ein weiteres Problem, das den Veranstaltern zu schaffen macht, ist das geringere Budget, das in diesem Jahr zur Verfügung steht. Denn im vergangenen Jahr hat das schlechte Wetter viele Partyleute vom Besuch der Veranstaltung im Stadtpark abgehalten. „Wir haben mit etwa 3000 Menschen gerechnet, es kamen aber nur 1500“, sagt Müllers. Damit waren die Einnahmen deutlich niedriger als erwartet.

Dennoch ist Müllers zuversichtlich, dass es auch in diesem Jahr eine tolle Veranstaltung wird. „Wir kriegen das hin, aber wir müssen Gas geben.“