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Autobahn dicht

Die Freiwillige Feuerwehr Salmtal bindet den ausgelaufenen Diesel. Foto: Freiwillige Feuerwehr Salmtal
Die Freiwillige Feuerwehr Salmtal bindet den ausgelaufenen Diesel. Foto: Freiwillige Feuerwehr Salmtal
WITTLICH. (sos) An der Auffahrt von der A 60 auf die A 1 in Richtung Trier prallte am Dienstag, 21.50 Uhr, ein LKW in die Böschung. Aus seinen Tanks liefen 300 Liter Diesel aus. Die Autobahnzufahrt wurde zunächst bis 1.20 Uhr gesperrt, dann frei gegeben und bei Tagesanbruch noch einmal von 10.30 Uhr bis zum späten Mittwoch Nachmittag gesperrt.

Zu schnell trotz Geschwindigkeitsbeschränkung von Tempo 60: Wieder gab es einen Unfall an der Auffahrt von der A 60 auf die A 1 am Autobahnkreuz Wittlich (Wittlich-West). Ein Sattelzug kam ins Schleudern und nach rechts von der Fahrbahn ab. Seine beiden Tanks wurden stark beschädigt. Diesel lief auf die Fahrbahn, ins Erdreich und in die Kanalisation. Im nächtlichen Einsatz war die Feuerwehr Salmtal, um mit Auffangbehältern möglichst viel Diesel zu sichern, die Tanks abzudichten und den restlichen Treibstoff abzupumpen. Wehrführer Arnold Schottler sagt: "Wir waren damit mit 20 Mann bis nach Mitternacht beschäftigt." Bis 1.20 Uhr am Mittwoch früh blieb deshalb die Autobahnzufahrt zur A 1 total gesperrt. In der Nacht waren zudem Autobahnmeisterei Prüm und Wittlich im Einsatz, um die Unfallstelle abzusichern und abzustreuen. Gestern um 7 Uhr begutachteten dann die Autobahnmeisterei Wittlich und die Untere Wasserbehörde den Unfallort. Auch eine Gutachterin vom Trierer Umweltbüro war vor Ort. Festgestellt wurde, dass 300 Liter Diesel ausgetreten sind. Ab 10.30 Uhr wurde die Zufahrt wieder komplett gesperrt und zusätzlich die Auffahrt auf die A 60 an der L 141 bei Wittlich. Jetzt konnte der Verkehr nur noch über Salmtal auf die A 1. "Wir mussten auf 15 Metern Länge und 1,20 Meter tief Erdreich abtragen und ersetzen", erklärt Udo Schroden von der Autobahnmeisterei, "außerdem ist Diesel in die Kanalisation gelangt. Die Entwässerungsleitungen sind über 100 Meter verunreinigt und müssen gespült werden. Gott sei Dank ist nichts in einen Wasserkreislauf gekommen. Es besteht keine Gefahr für Mensch und Umwelt." Während der Sperrung und der Baggerarbeiten für den Bodenaustausch parkte der gelbe LKW aus den Niederlanden an der Auffahrt. Der Fahrer soll bei etwa 85 Stundenkilometern vermutlich wegen Aquaplanings in der Rechtskurve ins Schleudern geraten sein. Das Führerhaus stellte sich quer zum Auflieger, wodurch die zwei Tanks beschädigt wurden. Der Sachschaden am Sattelzug wird auf 10 000 Euro geschätzt. "Das ist ein Unfallschwerpunkt. Da fahren fast alle zu schnell", kommentiert Udo Schroden. Die Kosten für die Folgen des Unfalls trägt in der Regel die Haftpflichtversicherung des Verursachers.