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Beste Versorgung für schwer verletzte Unfallopfer

Hier geht's lang zur Notaufnahme des St. Elisabeth Krankenhauses (von links): Radiologe Dirk Lommel, der unfallchirurgische Chefarzt Reiner Wirbel sowie der Chefarzt der Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin, Marius Gregor Dehne. Foto: Krankenhaus
Hier geht's lang zur Notaufnahme des St. Elisabeth Krankenhauses (von links): Radiologe Dirk Lommel, der unfallchirurgische Chefarzt Reiner Wirbel sowie der Chefarzt der Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin, Marius Gregor Dehne. Foto: Krankenhaus
Wittlich. Das Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich ist ab sofort als "Regionales Traumazentrum für schwer verletzte Patienten" anerkannt. Der Zertifizierung ging eine zweijährige Vorbereitungszeit voraus.

Wittlich. 2012 gab es laut ADAC mehr als 300 000 Verkehrsunfälle mit zahlreichen Verletzten und mehr als 3700 Toten. Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU): "Qualität und Sicherheit in der Schwerverletztenversorgung erfordern flächendeckend leistungsstarke Versorgungseinrichtungen rund um die Uhr." Ein wichtiges Element hierbei seien Traumazentren, die die Verletzten optimal versorgen können.
Zu diesen gehört das "Regionale Traumazentrum für schwer verletzte Patienten" im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich. Wichtig für eine optimale Behandlung von schwer verletzten Patienten ist ein Zusammenwirken von Rettungsdienst, Schockraum, OP, fachüberschreitender Intensivstation und stationäre Behandlung bis zur Rehabilitation. Die Nähe der sogenannten Liegendanfahrt und des Hubschrauberlandeplatzes zum Schockraum, den Operationssälen und anderen Einrichtungen helfen dem Team, wertvolle Zeit zu sparen. Hier arbeiten Ärzte und Pflegepersonal verschiedener Fachrichtungen zusammen: Anästhesisten, Unfallchirurgen, Neurochirurgen und Radiologen. Bei Bedarf kommt das Team aus der Kinderklinik bei schwer verletzten Kindern oder das Team aus den Kliniken für Viszeral- oder Gefäßchirurgie hinzu.
Im Vergleich zu anderen regionalen Traumazentren hebt sich die Verbundklinik durch die Vielfalt medizinischer Fachrichtungen und Therapieangebote, insbesondere in der Chirurgie, hervor. Dazu zählt die Verfügbarkeit von neurochirurgischer Versorgung, etwa bei schweren Rückenmarksverletzungen. Das Traumazentrum der Verbundklinik wird laut dem unfallchirurgischen Chefarzt, Reiner Wirbel an das "Trauma-Netzwerk Eifel/Mosel" angegliedert werden.
Von den neun angeschlossenen Krankenhäusern der Großregion sind bereits drei als Traumazentrum zertifiziert: neben Wittlich, das Marienkrankenhaus Klinikum Eifel in Bitburg und das Brüderkrankenhaus in Trier. Weitere Kliniken sind im Zertifizierungsprozess, so dass das Trauma-Netzwerk Eifel/Mosel wohl in diesem Jahr gegründet wird. Durch die Kooperationen innerhalb des Netzwerkes soll die Versorgung Schwerverletzter von einer Basis-Versorgung bis zur notwendigen Verlegung in Spezialkliniken mit Versorgungsmöglichkeiten etwa durch Neurochirurgen oder Gefäßchirurgen sichergestellt werden. red