| 16:07 Uhr

Bombogens neue Baustellen sind beliebt

FOTO: Klaus Kimmling
Wittlich-Bombogen.. Die Entwicklung des Neubaugebietes Hofflürchen I hat Bombogen mehr als 500 zusätzliche Einwohner gebracht. Jetzt kommt das Folgeprojekt Hofflürchen II voran: 40 Grundstücke stehen zum Verkauf. Zu fast 1500 Einwohnern könnten dann bis zu 200 hinzukommen. Sonja Sünnen

Verkehrsgünstig gelegen, viele Arbeitsplätze gleich um die Ecke in den Industriegebieten und in der Stadt: Das trifft auf Bombogen zu. Der heutige Stadtteil Wittlichs, der schon 940 als Bumaga urkundlich erwähnt wurde, ist auch deshalb rasant gewachsen: Hatte er einst rund 900 Einwohner, wuchs deren Zahl auf mittlerweile rund 1500 Menschen. Die nicht immer einfache Entwicklung des ehemaligen Dorfs von Tabakbauern wurde dabei auch geprägt durch sozialen Wohnungsbau insbesondere im Neubaugebiet Hofflürchen I, das ab 1994 besiedelt wurde und allein 500 Menschen zur neuen Heimat wurde. Nun wird eine weitere Fläche, Hofflürchen II, auf den Markt gebracht. Das Gebiet ist insgesamt mehr als 43?000 Quadratmeter groß. Davon macht die reine Baufläche fast 22?500 Quadratmeter aus. Darauf sind 40 Baustellen vorgesehen. Bis auf 1350 Quadratmeter gehört das gesamte Gelände der Stadt. Für Hermann-Josef Krämer (CDU), im 17. Jahr Ortsvorsteher von Bombogen, ist diese Entwicklung ein wichtiges Projekt. Er benennt auch gleich den Unterschied zur damaligen Entwicklung der Nachbarflächen: „Der gravierendste Unterschied ist, dass Hofflürchen II für den privaten Wohnungsbau gedacht ist und es bei den Grundstücken reduzierte Größen gibt.“ Er freut sich über „echtes Interesse. Darunter sind auch viele aus unserem Ort: Die Generation der Kinder, die schon etwa in Feuerwehr oder Musikverein engagiert ist und bleiben will. Dafür haben wir jetzt ein Angebot. Es ist wichtig, dass wir die im Dorf behalten können.“ Er sagt auch: „Wir sind ja Entwicklung gewöhnt und vom Dorf zu einem echten Stadtteil geworden. Dabei profitieren wir vor allem von der Nähe zur Stadt und den Arbeitsplätzen. So haben wir meines Wissens auch aktuell nur zwei Leerstände, die im Prinzip keine sind, weil die Gebäude abgerissen werden sollen.“ Jetzt kann man also weiter wachsen. Immerhin ist der Preis attraktiv: Der Stadtrat hat ihn auf 95 Euro für den Quadratmeter festgelegt. Zum Vergleich: Die städtischen Grundstücke auf dem Rollkopf kosten 150 Euro. In Bombogen können nun auf vier Grundstücken (mit zwischen 600 bis 1000 Quadratmetern) Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs Wohnungen gebaut werden. Auf zehn Flächen (350 bis 370 Quadratmeter) soll Platz für Doppelhäuser und auf den restlichen (480 bis 790 Quadratmeter) Platz für Einfamilienhäuser sein. Zur aktuellen Nachfrage sagt Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung Wittlich: „Aktuell sind 17 Grundstücke reserviert. Für eins wurde bereits ein Kaufvertrag vorbereitet.“ Zum Sachstand sagt Jan Mußweiler: „Die Arbeiten zur Erschließung des Baugebiets – etwa Wasser, Kanal, Strom, Straßenbeleuchtung, Breitbandversorgung und Vorstufenausbau der Straße – sind weitestgehend abgeschlossen. Zurzeit werden die Fahrbahnränder und die Straßenbeleuchtung fertiggestellt sowie die Zuleitung der Breitbandversorgung durch die Deutsche Telekom AG hergestellt. Bei geeigneter Witterung ist in verschiedenen Bereichen noch Oberboden anzudecken. Die Tiefbauarbeiten im Baugebiet werden voraussichtlich Mitte März abgeschlossen sein.“Und wann könnten die Häuslebauer loslegen? „Mit der Bebauung der Grundstücke könnte aus bautechnischer Sicht Mitte März begonnen werden“, so der Pressesprecher. Was genau die Stadt als jetziger Eigentümer unterm Strich einmal verdienen wird, wenn alles verkauft sein wird, kann Jan Mußweiler noch nicht sagen, weil die Ausgaben von Erschließung bis Planung noch nicht berechnet seien. Aber er kann sagen, mit welchen Einnahmen die Stadt kalkuliert: „Der Kaufpreis je Quadratmeter beträgt 95 Euro. Demnach schlüge ein Verkaufserlös in Höhe von 2?131?705 Euro zu Buche, wenn alle Grundstücke verkauft sind.“ Das kann, wenn es nach dem Ortsvorsteher geht, ruhig nach und nach, Stück für Stück geschehen. Doch wer zum Notar geht, für den tickt die Uhr: Es gibt eine Bauverpflichtung. Jan Mußweiler: „Innerhalb von 36 Monaten muss ein Gebäude errichtet werden.“