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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in Wittlich

Dr. Edmund Geisen (MdB), Marco Weber (FDP-Direktkandidat aus Lissendorf), Rita Wagner (MdL), Rainer Brderle (Minister fr Wirtschaft und Technologie ), Herbert Mertin (Spitzenkandidat der FDP in Rheinland-Pfalz) und Sandra Heckenberger (FDP-Direktikandidatin aus Bernkastel-Kues) posieren in der Wittlicher Machinenfabrik Clemens.
Dr. Edmund Geisen (MdB), Marco Weber (FDP-Direktkandidat aus Lissendorf), Rita Wagner (MdL), Rainer Brderle (Minister fr Wirtschaft und Technologie ), Herbert Mertin (Spitzenkandidat der FDP in Rheinland-Pfalz) und Sandra Heckenberger (FDP-Direktikandidatin aus Bernkastel-Kues) posieren in der Wittlicher Machinenfabrik Clemens. FOTO: Klaus Kimmling
Wittlich. Rund 100 Unternehmer, Wirtschaftsvertreter, FDP-Anhänger und Bürger erlebten einen gut halbstündigen Auftritt von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in der Wittlicher Maschinenfabrik Clemens. Dort warb er für “Freiheit, Mittelstand und Fortschritt„, als die Ziele der FDP.

Dass Deutschland die Wachstumslokomotive für die Europäische Union sei, verdanke man dem Fleiß der Menschen, der Innovationskraft und den guten Produkten. Herausforderung sei, diesen Aufschwung zu sichern, für den hochspezialisierte Mittelständler wie die Firma Clemens auch mit ihrer Stärke im Export sorgten. Es gelte den Fachkräftemangel zu lösen, auch mit einer Zuwanderungspolitik, wobei man das "legitime Recht habe, zu entscheiden, wen wir einladen, zu uns zu kommen".

Wie auch Herbert Mertin, Spitzenkandidat der FDP Rheinland-Pfalz für die Landtagswahl, der nach Brüderle sprach, kritisierte er besonders die Grünen. Er warf ihnen eine Blockade-Haltung vor, etwa bei Verkehrsprojekten. Mertin sagte, dass die Grünen dem Bundesverkehrswegeplan nebst Hochmoselübergang zugestimmt hätten: "Und hier im Land sind sie dagegen."

Die FDP sei klar für einen Bau. Rheinland-Pfalz brauche gute Verkehrsanbindungen. Insgesamt müsse die Region weiter attraktiv gemacht werden, um den Fachkräftemangel zu stoppen. Ein Baustein sieht Herbert Mertin dabei in Berufsakademien. Lacher erntete er für sein Schlusswort. Die SPD im Land habe sich im Wahlkampf bereits zu den Grünen orientiert, auch CDU-Kandidatin Julia Klöckner "flirte heftig mit den Grünen." Da sie allerdings gesagt habe, sie sei für eine Politik ohne Bart, werde er, der bekennende Bartträger, dafür sorgen, dass das das erste Wahlversprechen sei, dass Klöckner brechen müsse: "Den Bart werde ich mir nicht rasieren."

Anschließend stellten sich kurz die Landtagswahl-Kandidatinnen Rita Wagner (Wahlkreis 22, Wittlich) und Sandra Heckenberger (Wahlkreis 23, Mosel/Hunsrück) vor. Und zum Schluss sorgte FDP-Bundestagsabgeordneter Edmund Geisen aus der Eifel noch für einen leidenschaftlichen Akzent: "Bleiben Sie an der Seite der FDP, ich bitte Sie! Wir sind diejenigen, die dafür sorgen dass die Wirtschaft floriert" - rief er dem Publikum zu. Das nutze bei Wein anschließend die Gelegenheit zu sogenannten informellen Gesprächen.

Immerhin trafen sich beim Wahlkampftermin Köpfe vom Bank- und Firmenchef, Vorstandsmitglieder des Wirtschaftskreises Wittlicher Tal, über den Großinvestor bis zu Geschäftsleuten und Mitgliedern von Stadtverwaltung und Kommunalpolitik. Der Bundeswirtschaftsminister war da schon auf dem Weg nach Luxemburg zum Folgetermin. Er hatte es sich aber nicht nehmen lassen, statt eines Glases Wasser zu bitten: "Jetzt bringen Sie mir mal ein Schöppchen Wein." Um dann allen zuzuprosten.

Immerhin ist der Gastgeber, die Firma Clemens, ein weltweit in Weinbau- und Kellertechnik agierender Betrieb. Mit dem verstorbenen Firmengründer Bernhard Clemens war Brüderle gut bekannt. "Er hat sie nach China begleitet und aus Ihrer Hand das Bundesverdienstkreuz erhalten. Wir sind gemeinsam nach Südamerika gereist", erklärte der heutige Firmenchef Bernd Clemens die Verbindungen. Er stellte den bekannen Gast wie folgt vor: "Das ist der Minister, der die Probleme des Mittelstandes kennt und kompetent ist." Darauf gab es gleich ein Kompliment des Bundeswirtschaftsministers für die Stadt: "Wittlich ist eine einzige Erfolgsstory."