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Wittlich
Bungert Modeabteilung umgebaut: Eine Million Euro für einen neuen Style

Mit dem Umbau sei das Angebot hochwertiger Bekleidung ausgebaut worden, erklärt Winfried Bungert (38), Geschäftsführer des Bungert Shoppingcenters am Wittlicher Stadtrand.
Mit dem Umbau sei das Angebot hochwertiger Bekleidung ausgebaut worden, erklärt Winfried Bungert (38), Geschäftsführer des Bungert Shoppingcenters am Wittlicher Stadtrand.
Wittlich. Das Kaufhaus Bungert gestaltet seine Modeabteilung komplett um. Nach Weihnachten geht es mit der Sportabteilung weiter. Von Christian Moeris

„Seid Ihr schon wieder am Umbauen“, hätten manche Kunden gefragt, die in den vergangenen Monaten die Modeabteilung betreten hätten, sagt Winfried Bungert, Geschäftsführer im Wittlicher Familienbetrieb, mit einem Schmunzeln im Gesicht. Dabei sei der letzte Umbau in der Modeabteilung des Shoppingcenters am Stadtrand schon acht Jahre her, erklärt Bungert. Nun liegen erneut fünf Monate harte Arbeit und Anstrengungen hinter Geschäftsführer Winfried Bungert und den 80 Mitarbeitern der Modeabteilung im Obergeschoss des Einkaufszentrums. Im Juni hatten örtliche Firmen mit den Umbauarbeiten im 6000 Quadratmeter großen Obergeschoss begonnen.

Zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes sind die Arbeiten nun weitestgehend abgeschlossen. Die Modeabteilung erstrahlt in neuem Glanz und wirkt deutlich moderner und aufgeräumter. „Wir wollten ebenso die Ästhetik wie auch den Komfort für den Kunden erhöhen“, erklärt Bungert, „damit die Kunden beim Einkaufen mehr Spaß haben.“ Darum ginge es heute beim Shoppen. „Eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, daran haben wir im Wesentlichen gearbeitet.“

Umbau Neue Böden, Tapeten, Warenträger, Dekoration und eine ausgereifte Led-Beleuchtung: Das Obergeschoss ist nicht wiederzuerkennen. „Wir haben mehr als eine Million Euro investiert“, sagt Bungert, der durch die 6000 Quadratmeter große Modeabteilung führt. Mit Karo-Tapeten und schwarz-weiß Fotografien dekorierte Umkleidekabinen, Lampenschirme aus Traktorreifen, Wurzelholz-Tische und frische Zweige in ausgefallenen Vasen: Der Besucher merkt, dass bei der Umgestaltung in Sachen Design echte Profis am Werk waren. „Wir haben uns von einem Innenarchitekten beraten und unterstützen lassen“, sagt Bungert. Nichts wurde dem Zufall überlassen, sondern die Abteilung wirkt durchgestylt bis ins letzte Detail. In manchen Damenumkleiden kann vom Kunden sogar die Beleuchtung angepasst werden und die Lichtfarbe von warm auf kalt sowie die Helligkeit geregelt werden. Das sei insbesondere beim Einkauf von Wäsche hilfreich, erklärt Bungert  – man lernt ja nie aus. „Wir haben uns bei der Umgestaltung wirklich viel Mühe gegeben. Es sieht jetzt modern aber nicht ausgeflippt aus, so dass sich die Kunden nach wie vor gut zurecht finden.“

Allein die Kinder- und die Wäscheabteilung seien noch nicht ganz fertig, weil dort noch gestrichen werden müsse, so Bungert. Die Arbeiten dort sollen in den nächsten zwei Wochen abgeschlossen werden. „Über die Weihnachtszeit sollen die Arbeiten dann ruhen. Im neuen Jahr wollen wir noch die Sportabteilung erneuern. Dann haben wir es geschafft.“

Schon seine Großeltern und Eltern seien stets mit der Zeit gegangen und hätten Veränderungen nicht gescheut, sagt Bungert. „Wir haben uns in Sachen Mode einen Namen gemacht und investieren mit diesem Umbau in die Zukunft, um dauerhaft als Einkaufsziel bestehen zu bleiben.“ Er hoffe zudem, sagt Bungert, dass sich der Umsatz im Modebereich mit der Maßnahme noch etwas steigern lasse. „Wir sind mit dem Laden und dem Team gut aufgestellt.“

Doch Hauptkonkurrent seien mittlerweile nicht mehr die Bekleidungsgeschäfte im Umland, sondern der Onlinehandel. „Dagegen sind wir aber ein Treffpunkt. Hier kann man sich mit Bekannten oder Mitarbeitern, die man kennt, unterhalten und wird beraten“, erklärt Bungert die Vorzüge, die der Einzelhandel gegenüber dem Onlinehandel hat. „Außerdem kann man hier einen Pullover anprobieren, bevor man ihn kauft, dann bleibt einem auch der Weg in den Paketshop erspart, um Sachen umzutauschen. Außerdem habe ich hier den Pullover sofort, wenn ich ihn kaufe, was im Onlinehandel nicht der Fall ist.“

Mit dem Umbau hat sich das Wittlicher Familienunternehmen zudem schon mal für seinen 70. Geburtstag herausgeputzt, der 2020 gefeiert wird. Das Familienunternehmen Bungert beschäftigt in Wittlich 350 Mitarbeiter.

Einblick in die Männerabteilung: Bei der Umgestaltung der Modeabteilung hat sich das Familienunternehmen von einem Innenarchitekten beraten lassen.
Einblick in die Männerabteilung: Bei der Umgestaltung der Modeabteilung hat sich das Familienunternehmen von einem Innenarchitekten beraten lassen.