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| 16:53 Uhr

Kultur
Der Abtsgarten wird aus seinem Dornröschenschlaf geweckt

Udo Krewer und Peter Thul (links) arbeiten an den Wegen, die durch den historischen Garten führen.
Udo Krewer und Peter Thul (links) arbeiten an den Wegen, die durch den historischen Garten führen. FOTO: Christina Bents
Klausen. Ein Ort zum Durchatmen und Ruhe finden  ist der Abtsgarten in Klausen. Ein wenig versteckt liegt er hinter einer großen Mauer, angrenzend an den Alten Weiher und den Augustinerhof, parallel zur Eberhardsstraße. Auf drei Ebenen ist er angelegt und von Schiefermauern eingegrenzt. Die Gemeinde hat vor Jahren den Pavillon auf der untersten Ebene renoviert, die Sandsteintreppen instandgesetzt, einen Zugang und Treppen durch die untere Mauer freigelegt, Sandsteingewände eingebaut und den Kräutergarten angelegt.

Aber ohne die vielen Stunden, die Klausener Bürger dort ehrenamtlich tätig sind, würde der Abtsgarten schnell wieder verwildern. Im oberen Teil pflegt Peter Kischkel den Kräutergarten, in dem einige Duzend verschiedene Kräuter wachsen, darunter klassische wie Schnittlauch, Rosmarin und Majoran,  aber auch seltenere wie das Colakraut.

Den beiden unteren Ebenen hat sich  seit dem vergangenen Jahr eine Gruppe von fünf Männern angenommen. Sie haben den Gewölbekeller des Gartens gereinigt, Wege angelegt, Schieferbruchsteinmauern ausgebessert und Gestrüpp entfernt. Einige hundert Stunden sind so schon zusammengekommen. Udo Krewer, einer der ehrenamtlichen Helfer,  berichtet: „Hier war einiges an Wildwuchs. Wir haben insgesamt bestimmt 15 Anhänger voll Äste und Hecken weggefahren.“

Als nächstes haben sie sich den Pavillon vorgenommen. Mit einem Dampfstrahlgerät haben sie ihn gereinigt, und nun soll er auch einen neuen Anstrich bekommen.

Grundlegendes soll in den kommenden Monaten passieren. Der Garten soll eine neue Wasser- und Abwasserleitung sowie einen Stromanschluss bekommen. Dazu Ortsbürgermeister Alois Meyer: „Auf die mittlere Ebene des Gartens sollen die Leitungen kommen. Eine alte Wasserleitung vom Augustinerplatz herkommend  ist marode und muss stillgelegt werden. Die Kirche sieht keinen Bedarf für eine neue Wasserleitung, deshalb legt die Gemeinde jetzt vom Parkplatz „Alter Weiher“ eine zum Abtsgarten, denn der Kräutergarten muss bewässert werden.“

Dazu ist ein Graben vom Parkplatz, auf dem ein Stromanschlusskasten steht, zum Abtsgarten notwendig. Die Materialkosten für die Leitungen werden bei rund 800 Euro liegen. Die Arbeiten wollen die Ehrenamtlichen erledigen. Der Gemeinderat hat seine Zustimmung zu dem Projekt in der jüngsten Ratssitzung gegeben.

Auf der unteren Ebene, dazu gab es schon vor sechs Jahren Pläne, sollen kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen oder kleine Konzerte, stattfinden. Dazu Alois Meyer: „Der Abtsgarten soll künftig mehr in den kulturellen Mittelpunkt gerückt werden, aber in diesem Jahr bleiben in Klausen kaum Termine, an denen diese stattfinden könnten.“

Die Initiative „Dorf bleiben im Dorf“ hat in den vergangenen Jahren hier Führungen und Picknicks veranstaltet, damit der Abtsgarten und seine Geschichte bei den Menschen präsent bleibt und belebt wird.