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Verkehr
Der Rufbus nimmt an Fahrt auf

Das Rufbus-Konzept der Stadt Wittlich soll modifiziert werden. 
Das Rufbus-Konzept der Stadt Wittlich soll modifiziert werden.  FOTO: klaus kimmling
Wittlich. Das Wittlicher Mobilitätsprojekt kommt offenbar immer besser an. Der November 2017 war der bislang erfolgreichste Monat seit der Einführung. Dennoch gibt es Verbesserungspläne.

Der Wittlicher Rufbus erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Seit der Einführung im Sommer 2016 haben sich die Nutzerzahlen ständig gesteigert. Wurden im Oktober 2016 noch 243 Fahrten registriert, waren es im bisher besten Monat November 2017 schon 445 Fahrten. Dennoch wünscht sich die Stadt noch mehr Fahrgäste. Rainer Stöckicht, Pressesprecher der Wittlicher Stadtverwaltung: „Im dritten Evaluierungszeitraum haben wir die bislang größte Nutzung zu verzeichnen. Wir würden uns jedoch eine noch größere Auslastung wünschen.“

Diese könnten durch die Zusammenarbeit mit ioki, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, kommen. Denn gemeinsam mit dem noch jungen Unternehmen aus Frankfurt soll das Angebot sukzessive verändert werden. Stöckicht: „Die Kooperation mit ioki ist für den Rufbus Wittlich ein wahrer Glücksfall. Immerhin ist ioki der Experte beim Thema On-Demand-Mobilität der Deutschen Bahn. Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr gut.“

In Stufe eins der Neuorientierung wurden Testkunden aquiriert, die das Angebot gratis testen können. Sie  sollen zusätzlich zum bestehenden Telefonangebot mit einer Smartphone-App ihre Fahrten buchen können. Die Applikation für Smartphones hat ioki entwickelt. Im Dezember hat ioki zudem ein zweites Fahrzeug für die Testphase eingeführt. „Dieses Fahrzeug darf aus konzessionsrechtlichen Gründen zunächst nur von den Testkunden genutzt werden. Die Testphase wurde aktuell bis Mai verlängert“, sagt Stöckicht. Derzeit testen 28 Kunden die neue Smartphone-App, vier weitere testen den Bus analog, da sie kein Smartphone besitzen. Derzeit ist eine weitere Ausweitung des Projekts angedacht. Stöckicht: „Geplant ist, dass zunächst die Fahrzeiten ab Mai erweitert werden. Gleichzeitig soll die Applikation für alle Kunden freigegeben werden.“ Zudem solle die Konzession derart erweitert werden, dass der Rufbus nicht nur mit einem Fahrzeug betrieben wird, sondern nach Bedarf auch mehrere Fahrzeuge eingesetzt werden können. Die Haltestellen und Haltestellenbezeichnungen würden  überprüft.

„Im Bereich St. Paul und im Vitelliuspark wird beispielsweise jeweils eine weitere Haltestelle eingerichtet“, sagt Stöckicht. Diese Maßnahmen sollen dazu dienen, den Rufbus zu optimieren. „Insgesamt soll der Rufbus an die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Dies betrifft sowohl die Fahrzeiten, als auch die Optimierung der Haltestellen und den Komfort im Fahrzeug.“ Mit einem Imagefilm, den ioki gedreht hat, soll das Projekt zudem  beworben werden. Er soll im Mai präsentiert und anschließend auf der Internetseite der Stadt Wittlich unter www.wittlich.de abrufbar sein.