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Sport
„Einfach ein tolles Team-Event“ - Der sechste Bungert-Firmenlauf in Wittlich (Fotos)

So viele wie noch nie 2000 Läufer waren am Mittwochabend beim sechsten Firmenlauf in Wittlich dabei.
So viele wie noch nie 2000 Läufer waren am Mittwochabend beim sechsten Firmenlauf in Wittlich dabei. FOTO: Holger Teusch
WITTLICH. Der sechste Bungert-Firmenlauf war die bisher größte Sportveranstaltung in Wittlich. 2000 Sportler liefen am Mittwochabend gut gelaunt fünf Kilometer durch Innenstadt und Stadtpark. Von Holger Teusch

Anzug, Krawatte, aber Sporttasche in der Hand, diese Kombination konnte man am Mittwoch zur Feierabendzeit öfters rund um das Eventum im Wittlich beobachten. Der Manager wechselte sein Arbeitsoutfit ebenso wie mancher Arbeiter den Blaumann oder Overall gegen das Sportdress. Beim sechsten Bungert-Firmenlauf wurden aus Chef und Angestellten Sportfreunde, die wie jeden Tag gemeinsam um ein gutes Ergebnis für die Firma kämpften.

Mit dem Unterschied, dass auf der Laufstrecke vielleicht mal der Azubi dem Meister zeigte, wo es lang ging. Schnellste Läufer auf der gut fünf Kilometer langen Strecke vom Eventum zum Marktplatz, durch den Stadtpark und zurück waren Isabel Schönhofen vom Bernkastel-Kueser Team Active (19:07 Minuten) und Oliver Ewen von der Traben-Trarbacher Steuerberatungsgesellschaft Kaefer & Kaefer (16:37 Minuten).

Der sechste Bungert-Firmenlauf in Wittlich FOTO: TV / Holger Teusch

Wichtiger als Zeiten und Platzierungen war für die 1982 Teilnehmer, die laut Ergebnisliste das Ziel erreichten, die Freude an der gemeinsamen Bewegung. „Es macht Spaß durch die Stadt zu laufen und viele Bekannte und Freunde zu sehen.“, erzählte Jörg Wierse. Bei den Angestellten der Wittlicher Jugendstrafanstalt ist der Firmenlauf mittlerweile ebenso ein fester Termin im Jahresplan, wie für das Team der Zahnarztpraxis Pazen. „Die ganze Praxis ist dabei, samt Anhang“, erklärte Manfred Pazen, dass diejenigen, die nicht mitlaufen, ihre Kollegen anfeuern.

„Ich fand es im Stadtpark klasse“, sagte Wierses Kollegin Juliene Kön. „Da ging es zwar eine leichte Steigung hoch, aber man hat auch die anderen gut gesehen.“ Der schwerste Streckenabschnitt ist die Steigung auf dem Rückweg durch Burg- und Schlossstraße. Dort standen die Zuschauer dicht an dicht. Deshalb war das für Dagmar Michels der schönste Abschnitt: „Eigentlich ist man schon müde, aber da stehen die Zuschauer links und rechts, jubeln und feuern einen an. Dann bekommt man noch mal Kraft und kann weiter“, erzählte die Erzieherin der Kindertagesstätte Wittlich-Neuerburg. Kön nannte stellvertretend wohl die meisten anderen Teilnehmer einen weiteren Grund nicht aufzugeben: „Das Team. Man ist in der Mannschaft drin und will das Ziel erreichen. Ich bin mit einer Kollegin zusammen gelaufen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt.“

Mittlerweile habe sich bei Arbeitnehmern wie Arbeitgebern die Erkenntnis durchgesetzt, dass es sinnvoller ist, sich mit Sport fit zu halten, als später krank zu sein, erzählte Arla-Mitarbeiter Axel Singhof: „Wir sind unterstützt von einer Krankenkasse mit einem Laufkurs gestartet. Jetzt ist die Krankenkasse zwar ausgestiegen, aber die Leute laufen weiter. Wir überlegen sogar, einen Radtreff einzurichten.“ So ein Firmenlauf wie in Wittlich ist eine gute Möglichkeit, ähnliche Dinge anzustoßen, glaubt Singhof. „Wir waren letztes Jahr schon dabei, aber diesmal waren wir doppelt so viele“, erzählte Nina Nickels, wie sie mit Mundpropaganda noch mehr Kollegen zum Laufen kamen. „Es ist einfach ein tolles Team-Event. Man lernt die Kollegen auch mal abseits des Büros kennen“, sagte die Angestellte von CC Pharma aus Densborn in der Eifel.