| 16:13 Uhr

Schulen
Die Lösung kommt aus dem Hunsrück

Salmtal/Thalfang. Die IGS Salmtal bekommt einen Anbau. Einige Schüler werden übergangsweise in Containern lernen. Diese wurden zuvor in Thalfang genutzt. Von Petra Willems
Petra Willems

() Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Salmtal bekommt einen neuen Anbau für die Oberstufe. Diese wurde im Frühjahr 2017 von der ADD Trier bewilligt. Der Antrag auf eine Zuwendung aus dem Schulbauförderprogramm wurde daraufhin im September 2017 vom Kreis gestellt, der vorzeitige Baubeginn  im Juni 2018 genehmigt.

Allerdings verzichtete der Kreis wegen der derzeit angespannten Konjunktur im Baugewerbe auf einen Beginn der Arbeiten in diesem Jahr, sondern hat lediglich die zunächst benötigten Gewerke ausgeschrieben. Jetzt hat der Kreisausschuss die Aufträge an die jeweils günstigsten Anbieter vergeben, lediglich bei zwei Gewerken (Innenputz und Gerüstbau) blieb die Vergabe noch offen, weil es vonseiten der Verwaltung noch Nachfragen gibt.

Die Gesamtkosten für den Bau werden auf 5,5 Millionen Euro geschätzt und müssen vom Landkreis als Schulträger gezahlt werden. Zudem entstehen noch zusätzliche Kosten, weil die Oberstufenschüler während der Bauarbeiten in Containern untergebracht werden. Diese Kosten werden auf etwa 150 000 Euro geschätzt.

Bei der Beschaffung der zehn Behelfsgebäude wurde man im Kreisgebiet fündig: Die zehn Container wurden von der Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskopf für 20 000 Euro gekauft, wo sie den Schülern der dortigen Realschule plus als Übergangslösungen während des  Schulumbaus (der TV berichtete mehrfach) dienten. Da dieser mittlerweile abgeschlossen ist, sind die Container frei. Die späteren Verkaufserlöse des Landkreises für die Behelfsbauten werden hälftig mit der VG Thalfang geteilt, so die Abmachung. Der Aufbau der Container in Salmtal ist für Mitte Dezember bis Anfang Januar vergeben.

Im Haushaltsplan 2018 für das aktuelle Jahr sind für den Oberstufenanbau ein Anlaufbetrag von 1,5 Millionen Euro sowie Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von vier Millionen Euro vorgesehen. Derzeit ist sogar davon auszugehen, dass man bei den Kosten unter den kalkulierten 5,5 Millionen Euro bleibt.