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Politik
Leichenhalle, Baugebiet und Radweg

Dreis. In der Ortsgemeinde Dreis ist man seit Jahren in der Planung für ein Stück Radweg an der L 50. Von Christina Bents

Mit dem Rad unterwegs sein wird immer beliebter. In Dreis beginnt etwa der Salm-Radweg und der Maare-Mosel Radweg macht hier eine Schleife. Doch an der L50 fehlen noch rund 350 Meter Radweg. Markus Hansen, Ortsbürgermeister, erklärt: „Seit 2014 gab es eine recht genaue Planung, doch um sie umsetzen zu können, mussten wir Grunderwerb tätigen, den wir glücklicherweise mit der Dorfflurbereinigung realisieren konnten. Daher das große Zeitfenster.“ Der Gemeinderat hat nun seine Zustimmung zur Planung gegeben, wobei es Diskussionen um den Standort der Buswartehalle gab. An der Stelle, an der sie jetzt geplant ist, erschien es einem Ratsmitglied zu gefährlich. Doch die Gegebenheiten, wie angrenzende Grundstücksausfahrten, lassen keinen anderen Standort zu. Mit der Erstellung des Radwegs wird die L50 gleich miterneuert. Für den Radweg und die Landesstraße kommen keine Kosten auf die Gemeinde zu. Bei dem Ausbau der Gehwege, der Beleuchtung und Anpassungen muss die Gemeinde aber ihren Kostenanteil übernehmen. Wie hoch der sein wird, ist noch nicht bekannt. Die Realisierung wird, trotz des Ratsbeschlusses, noch zwei bis drei Jahre dauern: Der Radweg muss noch in das Investitionsprogramm des Landes eingestellt und auch genehmigt werden.

Weiter informierte der Ortsbürgermeister über den aktuellen Stand bei der Suche nach Flächen, die für ein Neubaugebiet geeignet wären. Dabei gibt es „Im Schwertfeld“ die Hürde, dass das Gebiet sich außer­halb der Ortsgrenze befindet, obwohl damit ein Lückenschluss zu einem Anwesen Richtung Salmtal gegeben wäre. „Da müsste man die Ortsgrenze verschieben und das ist nicht so einfach. Aber wir bleiben im Gespräch mit dem LBM“, berichtet Hansen. Das Gebiet „Unten im Floß“ ist ein Naturschutzgebiet, daher wären nur einzelne kleinere Flächen als Baugrundstücke geeignet. „Auf Wieschen“ sind die Chancen wegen des Naturschutzes sehr gering. Als vierte Möglichkeit wurde eine Verlängerung des Gebiets „Auf Baul“ geprüft. Doch dort sind die Flächen nicht verfügbar. Dabei kommen regelmäßig Bauanfragen an die Gemeinde, sowohl von bereits ansässigen Menschen, aber auch von außerhalb. Aktuell hat die Gemeinde selbst keine Grundstücke mehr.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung der Ratssitzung war die Leichenhalle. Hier sind Renovierungsarbeiten nötig. Die Betonsichtflächen, ein Dachüberstand und Verputzarbeiten würden rund 40 000 Euro kosten. Dem hat der Rat zugestimmt.

Zum Abschluss der Sitzung teilte Markus Hansen dem Rat mit, dass er bei der kommenden Kommunalwahl nicht mehr als Bürgermeister antreten möchte. Begründet hat er seinen Entschluss mit dem zeitlichen Aufwand: „Man soll aufhören, solange es noch Spaß macht“, sagte er (siehe Exta).