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Ein Netzwerk schaffen und eine Anlaufstelle sein

Johannes Schmidt(30)Foto: privat
Johannes Schmidt(30)Foto: privat FOTO: (m_wil )
Wittlich. Johannes Schmidt ist der neue Jugendkoordinator der Stadt Wittlich. In dem neu geschaffenen Amt will er ein Netzwerk für die bestehende Jugendarbeit aufbauen. Wittlich habe für ihre Jugendlichen viel zu bieten, sagt er.

Wittlich. Johannes Schmidt ist seit April Jugendkoordinator der Stadt Wittlich, das Amt wurde neu geschaffen. Eine Grundlage dafür sind Empfehlungen der Arbeitsgruppe "Wittlicher Jugendnetz", die sich intensiv mit der Kinder-und Jugendarbeit vor Ort beschäftigt hat. Vorher arbeitete Schmidt seit 2010 als Jugendreferent beim Evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach. Redaktionsmitglied Stefanie Braun sprach mit dem Diplom-Pädagogen. Was interessiert Sie an der Arbeit mit den und für die Jugendlichen?Johannes Schmidt: Die Arbeit ist abwechslungsreich und vielseitig. Es ist schön, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleiten zu können. Was denken Sie über die Region?Schmidt: Die Region ist für mich zu einer neuen Heimat geworden, und ich fühle mich hier sehr wohl. Gerade Wittlich bietet einiges für Kinder und Jugendliche, und es gibt viele Ressourcen, die genutzt werden können.Welche Jugendlichen welchen Alters wollen Sie ansprechen? Schmidt: Grundsätzlich spreche ich mit meiner Arbeit hier in Wittlich alle Kinder und Jugendliche unter 27 Jahren an. Meine Arbeit bezieht sich in erster Linie auf den Bereich Wittlich-Stadt mit seinen Stadtteilen. Wie bewerten Sie das derzeitige Angebot für Jugendliche in Wittlich? Schmidt: Das derzeitige Angebot für Kinder und Jugendliche in Wittlich ist gut. Es ist viel vorhanden, lediglich eine bessere Vernetzung sollte stattfinden. Ich sehe das Haus der Jugend (HdJ) als eine zentrale Anlaufstelle und möchte zusammen mit dem Team die Arbeit vor Ort noch kooperativer und individueller gestalten.Sie sollen eine Schnittstelle entwickeln für die gesamte Jugendarbeit der Stadt - wie darf man sich das im Detail vorstellen? Schmidt: Im Prinzip geht es um den Aufbau einer Vernetzungsstruktur aller in der Kinder- und Jugendarbeit und darüber hinaus tätigen Institutionen in der Stadt Wittlich und den fünf Stadtteilen. Im Detail bedeutet das: Jede Institution, jeder Anbieter weiß von den Angeboten des Anderen, Kooperationen können entstehen und möglicherweise können Synergieeffekte genutzt werden. Ich diene als Ansprechpartner und kann auch bei Problemen helfen oder vermitteln. In Ihrem Aufgabenfeld geht es auch um die Bildung einer "den aktuellen Bedürfnissen der Jugendarbeit angepassten Struktur" - was sind diese Bedürfnisse? Schmidt: Das Stichwort ist "Sozialraumorientierung". Dabei geht es darum, zu eruieren, was Kinder und Jugendliche in Wittlich brauchen beziehungsweise was als sinnvolles Angebot erscheint. Kinder-und Jugendarbeit ist ein sich ständig wandelnder Prozess, der zeitgemäß gestaltet sein muss. Welche Visionen haben Sie für die Zeit in Ihrem Amt?Schmidt: Ich möchte meinen Teil zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in Wittlich und seinen Stadtteilen leisten. Dabei sind die Empfehlungen der Arbeitsgruppe "Wittlicher Jugendnetz" sehr hilfreich. Zudem habe ich auch eigene Vorstellungen und Ideen für Kinder und Jugendliche, die ich gerne in meine Arbeit als Koordinator für Jugendarbeit der Stadt Wittlich einfließen lassen möchte. Zusammen mit den pädagogischen Fachkräften aus dem HdJ und dem Jugendraum Bombogen arbeite ich mit Menschen zusammen, die die Kinder- und Jugendarbeit in Wittlich und seinen Stadtteilen geprägt haben, und das ist eine wirklich gute und wertvolle Voraussetzung für meine Arbeit hier. sbra